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Döbeln

Frohe Ostern aus der Region Döbeln!

In Hartha und Roßwein dürfen sich Spaziergänger an den Farbtupfern erfreuen. In Leisnig wird sogar schon an den Sommer gedacht.

Mit Mitgliedern des Vereins Jugend aktiv Harthe schmückt Ronny Walter seit 2011 den Park an der Harthaer Südstraße. Unter anderem mit von Kindern selbst bemalten Eier, die auf Ketten aufgefädelt sind.
Mit Mitgliedern des Vereins Jugend aktiv Harthe schmückt Ronny Walter seit 2011 den Park an der Harthaer Südstraße. Unter anderem mit von Kindern selbst bemalten Eier, die auf Ketten aufgefädelt sind. © Dietmar Thomas

Hartha/Leisnig/Roßwein. Wenn es darum geht, den Harthaer Kita-Kindern eine Freude zu bereiten, dann zieht sich Ronny Walter schon mal das Osterhasenkostüm über. Daraus wird in diesem Jahr wegen der Ausgangsbeschränkungen nichts. Das bedauert der Stadtrat und Chef des Vereins Jugend aktiv Harthe sehr.Trotzdem war er am Mittwoch wieder mit Helfern unterwegs, um den Park an der Südstraße zu schmücken. „Alles schön mit Abstand“, so Ronny Walter.

 Zunächst wurden Osterhasen in etwas kleinerer Ausführung drapiert und den Ketten mit handbemalten Ostereiern aufhängt, die vom Verein seit 2011 hergestellt werden. Der hatte auch begonnen, Blumenzwiebeln einzugraben. Die Verschönerer und der Bauhof hatten diese Aktion fortgeführt, sodass es nun schön blüht. Und in der Mitte des Parks – und das ist die Überraschung des Jahres – wird ein großer Osterhase aufgebaut.

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„Ziel ist es, dass sich Familien hier wohlfühlen und die Kinder die von ihnen bemalten Eier anschauen. Manche dieser Kinder sind inzwischen Teenager“, schmunzelt Ronny Walter. Eigentlich, so sagt er, wollte der Verein Jugend aktiv Harthe in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiern.

„Mal sehen, was daraus wird.“Im Freibad in Leisnig haben Stadtgärtner Steffen Holz und seine Kollegin Katrin Geißler-Haberer in diesem Frühjahr in größerem Umfang als in den Vorjahren Revue gemacht. Außer dem stets anstehenden Rückschnitt von Stauden in den Rabatten haben sie den Hang parallel zum Wasserbecken in Ordnung gebracht.

Hecke soll Übermütige bremsen

Mit Unterstützung der Bauhofmitarbeiter und deren Technik wurden der alte, stark verunkrautete Boden abgetragen, neuer Mutterboden aufgebracht. Um den Hang pflegeleicht zu halten, wurde auf den Boden zunächst eine Matte aufgebracht, durch die es Unkraut künftig nicht mehr so leicht ans Tageslicht schaffen sollte. 

„Danach haben wir im unteren Bereich Gras eingesät und oben 60 Potentilla gepflanzt“, sagt Steffen Holz. Der sogenannte Fingerstrauch bildet nahezu das gesamte Jahr über gelbe Blüten aus. „Wenn die Hecke entsprechend hoch gewachsen ist, wird sie dann auch das Querfeldein-Rennen mancher Badbesucher unterbinden“, denkt der Stadtgärtner.

Die Mitarbeiter des Roßweiner Bauhofes haben die Brunnen an der Etzdorfer sowie an der Mühlstraße österlich gestaltet. Anwohner und Passanten freuen sich darüber.
Die Mitarbeiter des Roßweiner Bauhofes haben die Brunnen an der Etzdorfer sowie an der Mühlstraße österlich gestaltet. Anwohner und Passanten freuen sich darüber. © privat

Aus dem selben Grund steht jetzt eine kleine Hibiskushecke vor dem Kinderplanschbereich. Das soll den Kleinen und ihren Eltern ein wenig mehr Ruhe verschaffen. Dies hätten sich neben den Nutzern auch die Schwimmmeister gewünscht.Und noch einen anderen Wunsch haben die Stadtgärtner jetzt den Badgästen erfüllt: den, nach ein wenig mehr Schatten. Bäume gibt es auf dem neu gestalteten Freibadgelände nicht wirklich viele. 

Deshalb ist jetzt eine Hängeulme in die Erde gekommen. Zwei weitere sollen folgen. „Diese Art Baum bildet ein schönes Dach aus und ist daher als Schattenspender gut geeignet“, erklärt Steffen Holz.Büsche und Sträucher haben er und seine Kollegin auch am Wandertreff gepflanzt. Überdies hat das Team der Stadtgärtnerei in Leisnig 3.500 Stiefmütterchen in die Erde gebracht.

Die Farbtupfer sind unter anderem in der Parkanlage am Johannistal, in vielen Pflanzkübeln etwa auf dem Marktplatz oder an der Chemnitzer Straße sowie an den Ortseingängen zu finden.Einen Großteil der Pflanzen fürs Stadtbad hat mit knapp 200 Euro die Badinitiative bezahlt.

 „Das haben wir gern getan“, sagt Stefan Mehner. Von der Gestaltung der Böschung am Rande des Schwimmbeckens ist er regelrecht begeistert. Immerhin erinnert er sich noch genau daran, wie er im späten Frühjahr vergangenen Jahres mit Helfern an dieser Stelle gestanden und riesige Disteln aus der Erde gezogen hat. „Da gibt es wesentlich schönere Einsätze“, sagt er.

Die Stadtgärtner Katrin Geißler-Haberer und Steffen Holz haben im Leisniger Freibad nach dem Winter ordentlich aufgeräumt und einen Hang neu gestaltet und bepflanzt.
Die Stadtgärtner Katrin Geißler-Haberer und Steffen Holz haben im Leisniger Freibad nach dem Winter ordentlich aufgeräumt und einen Hang neu gestaltet und bepflanzt. © Dietmar Thomas

Den nächsten hätten er und seine Mitstreiter beim Blütenfest gehabt. Weil das wegen der Corona-Pandemie abgesagt ist, steht für die Initiative bereits fest, dass sie auf die wichtigste Einnahmequelle 2020 verzichten muss. Trotzdem soll das Freibad in Anschaffungen unterstützt werden, die von den Gästen gewünscht, sinnvoll und mit dem relativ kleinen Budget der Initiative zu bewältigen sind.

„In Absprache mit dem Leiter der Einrichtung sollen zwei Haartrockner angeschafft werden, wie es sie beispielsweise auch in Freizeitbädern gibt“, sagt Stefan Mehner. Ein Angebot dafür liege vor. Die dafür nötigen 500 Euro stünden bereit, so der Vertreter der Badinitiative. Er könne sich vorstellen, dass es auch noch für die gewünschte Umkleidemöglichkeit im vorderen Teil des Bades reicht.

 „Aber dafür müssen wir erst einmal abwarten, wann und ob das Freibad in diesem Jahr überhaupt öffnen kann“, so Stefan Mehner. Davon hängen auch andere Aktion wie vielleicht eine neuerliche Spendenaktion zugunsten des Stadtbades oder das Badfest ab.

Bürgermeister Tobias Goth (CDU) geht auch in der gegenwärtigen Situation davon aus, dass das Freibad in dieser Saison seine Tore öffnen darf. „Wir werden die weiteren Vorbereitungen wie das Reinigen und Neubefüllen der Becken angehen“, sagt der Rathauschef.

Brunnenschmuck in Roßwein

In Roßwein gibt es seit wenigen Jahren eine schöne Tradition. Mit Unterstützung von Kindergartenkindern ist Bauhofchefin Monika Weigel zu hunderten bunt gestalteten Eiern gekommen. Die schmücken inzwischen wieder die Abdeckungen der Brunnen an der Mühlstraße sowie an der Etzdorfer Straße. 

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Wer in der Nähe wohnt und über Ostern an die frische Luft geht, der sollte sich die österlich dekorierten Brunnen auf jeden Fall anschauen. „Sie sind in der jetzigen Corona-Situation ein Lichtblick für uns alle“, findet Anwohnerin Gertraude Block.

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