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Viele Erstklässler mit Sprachproblemen

Ein Drittel der angehenden Erstklässler in Sachsen kann einem Medienbericht zufolge nicht richtig sprechen. Das ist nicht das einzige Problem.

Leipzig. Ein Drittel der angehenden Erstklässler in Sachsen kann laut einer Statistik des Sozialministeriums nicht richtig sprechen. Demnach haben mehr Jungen als Mädchen Probleme.

Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) appellierte an die Eltern, sich mehr Zeit zu nehmen. „Damit Kinder altersgerecht sprechen, sollten Eltern viele Gelegenheiten für Gespräche suchen. Eltern sollten ein gutes Sprachvorbild sein.“ Dazu gäbe es täglich Möglichkeiten wie beim Essen, Spielen und bei Ausflügen. Zuvor hatte die „Leipziger Volkszeitung“ (Montag) berichtet.

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Aus der Statistik geht außerdem hervor, dass beim Einschulungstest nicht einmal jedes fünfte Kind die Kriterien für eine altersgerechte Entwicklung erfüllt. Probleme gebe es aber nicht nur bei der Sprache und beim Sprechen, sondern auch in der Körperkoordination sowie bei der Visuomotorik, der Fähigkeit, Sehen mit Bewegungen des Körpers zu koordinieren. Untersuchungen der Schulärzte hatten zudem ergeben, dass jeder fünfte Erstklässler schlecht sieht und jeder vierte nur über unzureichende Zahlenkenntnisse verfügt.

Bei fast zehn Prozent der angehenden Erstklässler wurde laut Sozialministerium außerdem Übergewicht bis hin zu Adipositas diagnostiziert. Dabei gibt es gravierende regionale Unterschiede. Während die drei sächsischen Großstädte, Dresden, Leipzig und Chemnitz weit unter dem Durchschnitt liegen, leben überdurchschnittlich viele dickere Kinder in den Landkreisen Mittelsachen und Leipzig. Negatives Schlusslicht ist der Landkreis Nordsachen.

Zudem hätten Untersuchungen ergeben, dass sich die Gewichtszunahme mit dem Alter nochmals verschärft. Laut Ministerium ist jeder sechste Sechstklässler übergewichtig. „Mir ist es besonders wichtig, dass sich unsere Kinder gesund ernähren und Spiel und Bewegung wieder zum Alltag der Kinder gehören. Setzen das Kinder und Eltern jeden Tag um, ist präventiv schon viel getan“, betonte Klepsch. (dpa)