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Viele Fische in der Weißeritz

Die Tiere sind vor allem in der Roten Weißeritz zahlreich. Der Triebisch stellen Umweltexperten ein schlechtes Zeugnis aus.

© SZ-Archiv Jäger

Von Tobias Winzer

Freital. Je nach Fluss sind die Fischbestände in ganz unterschiedlichem Zustand. Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Landes-Umweltamtes für die Region rund um Freital hervor. Demnach befinden sich die Fischbestände der Triebisch im gesamten Verlauf in einem schlechten Zustand, das Gleiche gilt für den Oberlauf der Wilden Sau. Ein mäßiger Zustand, so eine Sprecherin, könne für den Lockwitzbach und den Unterlauf der Wilden Weißeritz attestiert werden. Deren Oberlauf und Mittellauf sowie die Rote Weißeritz weisen hingegen einen sehr guten bis guten Zustand der Fischfauna auf.

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Der Mangel an Fischen hat mehrere Ursachen. Erstens sind marode Wehre rekonstruiert und mit Wasserkraftanlagen versehen worden. Wenn die Fische stromabwärts schwimmen, geraten sie oft in die Turbinen und werden verletzt. Zweitens wurden die Flüsse für den Hochwasserschutz nach 2002 ausgebaut. Fische finden hier keine optimalen Lebensbedingungen. Drittens machen den Fischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel der Landwirtschaft zu schaffen. Außerdem wird bei Starkregen ein Teil der Ackerböden in die Flüsse gespült. Die für die Fische als Laichplatz und Jungfischhabitat wichtigen Kiesbänke werden überdeckt, die Tiere ersticken.

In den Bächen wie der Wilden Sau und der Roten Weißeritz leben meist Bachforellen. Groppe und Bachneunauge sind weitere typische Fischarten. Gleiches gilt für die Oberläufe der Triebisch, des Lockwitzbaches und der Wilden Weißeritz. Die Unterläufe dieser größeren Bäche beziehungsweise kleinen Flüsse gelten als Äschen-Region.