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Freital

Viele glückliche Gesichter

Die Vereine der Region starten erfolgreich in den Sachsenpokal. Hartmannsdorf gewinnt im Derby nach furiosem Finale. Wilsdruff hat die zweite Runde erreicht.

Siegtreffer in der 110. Minute: Hartmannsdorfs Kapitän Norman Bendix war mal wieder der Matchwinner. © Dirk Zschiedrich

Fußball-Landesligist SG Motor Wilsdruff hat die zweite Runde im Sachsenpokal erreicht. Die Mannschaft von Trainer Paul Rabe feierte einen standesgemäßen 4:0 (2:0)-Erfolg beim Kreisligisten SV Fortschritt Lunzenau. Vor 116 Zuschauern erzielten Tom Hartung (28., 40.), Roma Stührenberg (58.) und Tim Wollmann (79.) die Tore der Parkstädter.

Liga-Kontrahent VfL Pirna-Copitz behielt beim Landesklassen-Team des FV Dresden 06 Laubegast mit 4:2 (2:1) die Oberhand. Die Copitzer begannen genauso konzentriert wie eine Woche zuvor beim Vorbereitungsspiel in Laubegast (3:1). Bis zur 18. Minute schossen Sebastian Scholz und Richard Scykalka einen 2:0-Vorsprung heraus. Kurz vor der Pause verkürzte Hagen Herzog (42.). Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff war es der gleiche Spieler, der das 2:2 bejubelte. Offensichtlich brauchten die Gäste diesen Weckruf, denn anschließend machten John-Benedikt Henschel (66.) und erneut Scykalka (87.) mit ihren Toren das Weiterkommen klar.

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Insgesamt wurden zwischen Freitag und Sonntag 42 Partien im wichtigsten sächsischen Fußball-Wettbewerb angepfiffen. Gemeldet haben 100 Mannschaften, Pokalverteidiger ist Drittliga-Aufsteiger Chemnitzer FC. Mit Spannung wird nun die Auslosung der Zweitrundenpartien erwartet, die am Freitag in Niesky bei der Staffeltagung erfolgen wird.

Einen schönen Erfolg feierte in der ersten Pokalrunde der Hainsberger SV in Freiberg (2:1). Im Duell der beiden Titelfavoriten der Landesklasse Mitte stand es zur Pause 1:0 für die Bergstädter. Stefan Richter hatte in der 44. Minute einen Strafstoß gegen Torhüter Thomas Metzner verwandelt. Im zweiten Abschnitt drehten die Hainsberger, die in der Vorsaison beide Punktspiele gegen Freiberg verloren hatten, die Partie. Markus Weise (59.) glich aus, ehe dem Freiberger Rick Römmler ein Eigentor unterlief (75.).

Ebenfalls am Sonntag behielt die SG Empor Possendorf im Duell zweier Landesklassen-Vertreter gegen die SG Crostwitz aus der Ost-Staffel mit 2:1 (1:0) die Oberhand. Kapitän Rene Schmidt (27.) und Erik Schmidt (64.) brachten Empor mit 2:0 in Führung. Nach der Gelb-Roten Karte für den Possendorfer Tilmann Brauer (73.) nutzte Filip Henzl den folgenden Elfmeter zum 1:2 (74.). So blieb es bis zum Abpfiff – und damit für Christoph Egerer in seinem ersten Pflichtspiel auf der Possendorfer Trainerbank beim geglückten Einstand.

Der FV Blau-Weiß Stahl Freital ließ beim Kreisoberligisten FSV Kemnitz nichts anbrennen (3:0). Maurice Reichel (22.), Eric Zimmermann (38.) und Robert Dietrich per Strafstoß (67.) trugen sich in die Torschützenliste ein. „Es war ein standesgemäßer Auftritt von uns. Wir hatten das Spiel jederzeit im Griff, so wie es gegen einen unterklassigen Gegner auch sein muss“, sagte Stahl-Coach Jens Wagner. „Neben den Toren hatten wir noch ein halbes Dutzend an sehr guten Tormöglichkeiten, die wir vergeben haben oder der Torhüter der Gastgeber sensationell pariert hat. Die Gastgeber kamen in der gesamten Spielzeit zu einer Tormöglichkeit.“

Zu einem Kreisderby kam es zwischen Chemie Dohna und dem SV Bannewitz. Auch wenn sich am Ende der SVB als Favorit mit einem klaren 3:0 (1:0) durchsetzte, ganz unzufrieden war Chemie Dohnas Trainer Jörg Horn nicht mit der Leistung seiner Elf: „Wir haben über weite Strecken recht gut mitgehalten, waren körperlich und kämpferisch auf keinen Fall schlechter als der Landesklassen-Vertreter. Das Ergebnis ist daher etwas zu hoch.“ Markus Walther hatte die Gäste in der 40. Minute in Front gebracht. Ein Doppelpack von Markus Stephan (59., 88.) sorgte für die Entscheidung. „Bei der Chancenverwertung war Bannewitz einfach cleverer. Es wurden individuelle Fehler von uns ausgenutzt. Das macht halt den Unterschied“, sagte Horn.

Der Bannewitzer Sportchef Jens Hieckmann, der Trainer Heiko Beyer (Urlaub) vertrat, sah das etwas anders: „Defensiv haben wir fast ohne Fehler agiert. Wir haben die Partie dominiert, aber gegen die vielen erfahrenen Spieler von Dohna war das nicht immer leicht. Am Schluss kamen paar Emotionen ins Spiel, da haben wir bissel Räuberfußball gespielt. Ob wir nun 2:0 oder 3:0 gewinnen, ist mir im Endeffekt egal, verdient war das Weiterkommen auf jeden Fall. Es hat mir persönlich Spaß gemacht, in Dohna zu Gast gewesen zu sein.“

Ein 3:1-Vorsprung nach einer guten Stunde Spielzeit reichte derweil dem BSV Sebnitz nicht – Dominik Beier (86.) sowie Oliver Behge in der vierten Nachspielminute brachten den Hartmannsdorfer SV doch noch in die Verlängerung. Dort sorgte Norman Bendix in der 105. Minute dann für das Weiterkommen der Osterzgebirgler.

Bendix hatte sein Team bereits in der 14. Minute in Führung geschossen, dann aber drehten die Sebnitzer die Partie. Doch Hartmannsdorf kam zurück. „Der Gegentreffer in der 94. Minute darf nicht passieren. Da waren wir nicht clever“,sagte Sebnitz-Trainer Uwe Tietze. Siegtorschütze Bendix war glücklich: „Was wir in der letzten Viertelstunde noch gerissen haben, macht mich stolz auf die Jungs. Wir sind gerade im Trainingslager, da hat man zwischenzeitlich auch schwere Beine. In der Verlängerung haben wir dann nichts mehr anbrennen lassen.“

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