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Viele wollten fleißige Handwerker sehen

Viele Besucher waren im Erzgebirge unterwegs, um alte Techniken und Werkzeuge zu sehen.

© Frank Baldauf

Von Franz Herz

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Märchen eiskalt in Szene gesetzt

Noch bis 23. Februar öffnet die Eiswelt Dresden täglich ihre Türen. Die filigranen Eiskunstwerke sind ein atemberaubendes Erlebnis für Groß und Klein.

Flechten, schnitzen, klöppeln oder Korn mahlen, die ganze Bandbreite der historischen Handwerkskunst im Osterzgebirge ist am Sonntag zum Tag des traditionellen Handwerks zu sehen gewesen. Bereits im Jahr 2000 hat der Tourismusverband Erzgebirge diese Veranstaltung zum ersten Mal organisiert. Inzwischen ist sie zur festen Tradition geworden. Dieses Jahr nahmen rund 130 Unternehmen im gesamten Erzgebirge teil, informierte der Tourismusverband.

Im Deutschen Stuhlbaumuseum Rabenau zeigte Walter Schellhorn (74), wie Intarsienarbeit gefertigt werden.
Im Deutschen Stuhlbaumuseum Rabenau zeigte Walter Schellhorn (74), wie Intarsienarbeit gefertigt werden. © Frank Baldauf
Karin Drutschmann (64) führte ihrer Enkelin Klara-Marie (8) in der Schäferei Drutschmann in Reichstädt vor, wie man Schafswolle zu Kuschelkissen verarbeitet. Die Wolle stammt von den eigenen Tieren. Sie muss durch das Kämmen gelockert werden.
Karin Drutschmann (64) führte ihrer Enkelin Klara-Marie (8) in der Schäferei Drutschmann in Reichstädt vor, wie man Schafswolle zu Kuschelkissen verarbeitet. Die Wolle stammt von den eigenen Tieren. Sie muss durch das Kämmen gelockert werden. © Frank Baldauf
Wie kleine und große Häusel gemacht werden, zeigte Roman Naumann im Bergbaumuseum Altenberg.
Wie kleine und große Häusel gemacht werden, zeigte Roman Naumann im Bergbaumuseum Altenberg. © Frank Baldauf
In der Flechtwerkstatt in Beerwalde ließen sich Ina Lehmann und ihre Kinder Dora (7) und Karl (10) von Korbmacherin Theresa Näcke (links) zeigen, wie man flechtet.
In der Flechtwerkstatt in Beerwalde ließen sich Ina Lehmann und ihre Kinder Dora (7) und Karl (10) von Korbmacherin Theresa Näcke (links) zeigen, wie man flechtet. © Frank Baldauf

Dazu gehörten Handwerksbetriebe wie auch Museen und Hotels, die Handwerker zu sich eingeladen haben. Sie zeigten die Verarbeitung traditioneller Materialien auf althergebrachte Art und Weise, wie etwa in der Schäferei Drutschmann in Reichstädt. Auch ausgefallene Techniken konnten die Besucher erleben. Im Bergbaumuseum Altenberg waren Häuselmacher zu Gast, im Stuhlbaumuseum Rabenau wurden Intarsien gestaltet und gezeigt, wie Holz für einen Stuhl gebogen wird. In den Mühlen und Bäckereien in Reinhardtsgrimma und Bärenhecke stand die Erzeugung von Nahrungsmitteln im Vordergrund. Im Lugsteinhof in Zinnwald war dieser Tag auch Bestandteil seines jährlichen Oktoberfests mit vielen Teilnehmern. Besucher der Region und Einheimische nutzten in Scharen die Möglichkeit, seltene handwerkliche Tätigkeiten mitzuerleben.