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Vier Männerchöre auf einer Bühne

© PR

200 Sänger der Bergsteiger-Chöre geben ein gemeinsames Konzert in Sebnitz. Bevor sie singen, wandern einige zwölf Kilometer.

Von Peter Salzmann

Sebnitz. Der Deutsche Wandertag macht’s möglich: Zum dritten Mal in ihrer fast 100-jährigen Geschichte stehen vier dem Elbsandsteingebirge eng verbundene Vokalgemeinschaften gemeinsam auf der Bühne – die Bergfinken Dresden, der Bergsteigerchor Sebnitz, der Männerchor Sächsische Schweiz und der Sächsische Bergsteigerchor „Kurt Schlosser“ aus Dresden. Rund 200 Sänger möchten die Wanderer aus allen Teilen der Republik am Freitagabend auf dem Marktplatz der Kunstblumenstadt willkommen heißen.

Die singenden Kletterer preisen ab 19.30 Uhr Natur und Berge. Die Gesamtleitung des Konzerts hat Ulrich Schlögel übernommen, der Dirigent der Bergfinken und des Männerchores Sächsische Schweiz. Der 53-jährige Schulleiter des Gymnasiums Großröhrsdorf hat den Bergsteigerchor Sebnitz mit der Eröffnung des großen Gemeinschaftskonzerts beauftragt, der unter Leitung von Markus Häntzschel mit einer Uraufführung aufwartet: „Der Gipfel ist errungen“. Die Sebnitzer vereinen im ersten Programmteil dann ihre Stimmen mit den Bergfinken und dem Männerchor Sächsische Schweiz, der in Papstdorf zu Hause ist. Sie präsentieren Lieder ihres speziellen Repertoires und fordern: „Immer vorwärts auf die Höhen.“

Der Sächsische Bergsteigerchor „Kurt Schlosser“ unter Chefdirigent Axel Langmann und Staatsoperetten-Kapellmeister Christian Garbosnik hat neun Titel mit Chor, Jodlern, Gesangssolisten und Instrumentalisten ausgewählt, um die Berge zu loben. Garbosnik schrieb nach einem Text des Chor-Organisationsleiters Holger Günzler ein Arrangement des legendären Radetzky-Marschs von Johann Strauß.

Mitglieder der Bergchöre wollen an diesem Tag die Bergwelt nicht nur besingen, sondern auch selbst genießen. Am Vormittag führt sie Wanderleiter Werner Laetsch eine Zwölf-Kilometer-Tour vom Bahnhof Porschdorf über Waitzdorf und die Brandstufen, bevor sie sich auf dem Sebnitzer Marktplatz in ihren Chor einreihen.

Alle vier Chöre wollen im Finale ihre 200 Stimmen zu einem gewaltigen Klangkörper vereinigen. Die gemeinsamen Lieder seien ein Bekenntnis, sich auch künftig immer mal wieder zu besonderen Höhepunkten auf der Bühne oder inmitten der Berge zu treffen, hebt Ulrich Schlögel hervor. Er beschreibt die Zusammenarbeit mit seinen Amtsbrüdern Axel Langmann, Christian Garbosnik und Markus Häntzschel als „sehr kreativ, entgegenkommend und freundschaftlich“. Es sei gelungen, etwas Schönes gemeinsam auf die Beine zu stellen und gleichzeitig die Interessen der einzelnen Chöre zu wahren. Sein Kollege Axel Langmann meint: „Ist das nicht ein wunderbares Leben?“, er bedient sich dabei eines flotten Liedes, dessen Chorsatz von ihm stammt.

Konzert sächsischer Bergsteigerchöre, 24. 6., 19.30 Uhr, Markt Sebnitz. Moderation: Lydia Schlenkrich, Eintritt frei