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Vier Tage Anstrengung

Das Trainingslager verlangt den Schwimmern alles ab. Auch außerhalb des Wassers kommen sie richtig ins Schwitzen.

© Lutz Weidler

Von Frank Klinger

Vier Tage dauert das alljährliche Trainingslager der Schwimmer des Roßweiner SV über Ostern. Auch in diesem Jahr wurden von Gründonnerstag bis Ostermontag die Muskeln der 20 Teilnehmer beansprucht. „Die kleineren Schwimmer trainieren nur zwei Tage“, erklärte Trainerin Liane Patzelt, „aber die Großen haben vier Tage lang volles Programm.“

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Dabei begann der Donnerstag noch relativ ruhig mit einem Einschwimmen, einem Athletiktraining und theoretischem Unterricht. „Darin geht es um das Regelwerk und die verschiedenen Vorschriften bei Wettkämpfen, sowie um Erste Hilfe“, erklärte der im März wieder gewählte Abteilungsleiter Schwimmen Sven Nestler.

Am Freitag kamen die Sportler dann richtig ins Schwitzen. Dreimal ging es in das Becken der Schwimmhalle, zwischendurch stand ein acht Kilometer langer Crosslauf auf dem Programm, der über sieben Stationen führte, an denen die Schwimmer verschiedene sportliche aber auch kulturelle Aufgaben zu erledigen hatten. So standen Liegestütze an, es wurde gemalt und gesungen, ehe die Spezialaufgabe an der Reihe war. „Wir lassen uns jedes Jahr etwas Lustiges dafür einfallen“, erklärte Liane Patzelt, „im vergangenen Jahr hatten wir Teebeutelweitwurf, in diesem Jahr wurden Kleiderbügel geworfen, was im nächsten Jahr fliegt, weiß ich noch nicht.“ Jeder Teilnehmer hatte zwei Versuche. Der weiteste Wurf wurde mit 39 Metern vermessen.

Spaß musste sein, denn das Trainingsprogramm verlangte den Sportlern, von denen der Älteste 30 Jahre alt ist, alles ab. „Wenn einer sagt, dass es ihn nicht anstrengt, dann hat er gelogen“, bemerkte Sven Nestler. Ziel des Trainingslagers ist es laut Liane Patzelt, die Leute an ihre Grenzen zu bringen und den Zusammenhalt in der Gruppe zu festigen. „Darauf lege ich besonderen Wert“, erklärte die Trainerin, „aber das ist eine sehr angenehme Truppe, die ich schon lange betreue.“

So wurde in Roßwein über Ostern nicht nur gemeinsam trainiert, sondern auch dank der Unterstützung der Eltern gemeinsam gegessen und in der Lernförderschule „Albert Schweizer“, übernachtet. „Abends schnattert keiner mehr, alle fallen nur noch ins Bett und schlafen“, sagte Liane Patzelt, die am Sonnabendmorgen um sieben Uhr schon wieder zum Einschwimmen bat. „Alle Mann rein, das Wasser muss schäumen wie in einem Whirlpool“, lautete die klare Anweisung, an die sich auch Erik Adam hielt. Der 18-jährige Nossener ist schon seit Jahren dabei und meinte: „Auch wenn es sehr anstrengend ist, es macht Spaß und ich bin vom Schwimmen einfach begeistert.“

„Was mich am Schwimmen fasziniert, frage ich mich auch gerade“, lachte der 24-jährige Döbelner Bastian Kafitz ziemlich außer Atem, als am Vormittag des Sonnabends gerade das Gymnastiktraining im Reha-Zentrum an der Döbelner Straße absolviert hatte. Nicht geradelt, sondern gelaufen wurde am Nachmittag, als es nach einer Paddeltour in Westewitz zurück nach Roßwein ging. „Eine Wanderung ist bei jedem Trainingslager dabei“, meinte die Trainerin, „aber danach wartete schon wieder das Roßweiner Wasser.“

Der Sonntag begann im Schwimmbecken, in dem jeder der Teilnehmer im Verlauf der vier Tage die Gelegenheit hatte, den Höhepunkt des Trainings, die 800 Meter Lagen auf Zeit zu schwimmen. Als Abschluss wartete der zweistündige Saunabesuch auf die Athleten, die auch 2015 wieder über Ostern vier Tage schwitzen werden.