merken
Deutschland & Welt

Vier Tote bei Waldbränden in Kalifornien

Nahe San Francisco sind mehrere Menschen bei den vielen derzeit tobenden Waldbrände umgekommen. 500 Häuser sind verbrannt und tausende gefährdet.

Der 84-Jährige Bill Nichols versucht sein Haus vor den Flammen zu retten.
Der 84-Jährige Bill Nichols versucht sein Haus vor den Flammen zu retten. © Noah Berger/AP/dpa

San Francisco. In einem der zahlreichen Großbrände im US-Staat Kalifornien sind nach Behördenangaben vier Menschen ums Leben gekommen. Drei Tote gab es nördlich von San Francisco in der Weinanbauregion Napa County und einen weiteren im nahen Sonoma County, wie die kalifornische Feuerschutzbehörde Cal Fire am Donnerstagabend (Ortszeit) mitteilte.

Die Flammen des Großbrandes - der sogenannte LNU Lightning Complex - erreichten demnach bisher eine Fläche von 215.000 Acres (870 Quadratkilometer). Brandursache waren laut Cal Fire Blitzeinschläge. Fast 500 Gebäude wurden in den drei betroffenen Bezirken Napa County, Lake County und Sonoma County zerstört, 30.000 weitere Häuser waren durch das sich schnell ausbreitende Großfeuer bedroht. Die Behörden riefen Einwohner auf, ihre Häuser zu verlassen.

Wandern
Schritt für Schritt
Schritt für Schritt

Gerne an der frischen Luft und immer in Bewegung? Wanderwege, Tipps und Tricks finden Sie hier.

Verbrannte Häuser und Fahrzeuge im Napa County. Dutzende große Waldbrände in Kalifornien haben Tausende Menschen aus ihren Häusern getrieben.
Verbrannte Häuser und Fahrzeuge im Napa County. Dutzende große Waldbrände in Kalifornien haben Tausende Menschen aus ihren Häusern getrieben. © Noah Berger/AP/dpa

In ganz Kalifornien kämpfen mehr als 10.000 Feuerwehrleute gegen zwei Dutzend Großbrände. Die Flammen haben Tausende Menschen aus ihren Häusern getrieben. In vielen Ortschaften sitzen die Bewohner auf gepackten Koffern für den Fall einer schnellen Evakuierung. Extreme Hitze hatte die Situation in den letzten Tagen verschärft.

Weiterführende Artikel

Kalifornien: Brände geraten außer Kontrolle

Kalifornien: Brände geraten außer Kontrolle

In Kalifornien toben weiter mächtige Waldbrände. Mehr als 14.000 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Gewitter könnten die Lage nun noch verschlimmern.

Kalifornien, das oft unter Trockenheit leidet, wird jedes Jahr von Waldbränden heimgesucht. Gewöhnlich treten die schwersten Brände erst am Ende des Sommers auf. Besonders schlimm traf es im November 2018 den Ort Paradise in Nordkalifornien, wo heftige Winde das sogenannte "Camp"-Fire schnell ausbreiteten. 85 Menschen starben, Zehntausende wurden obdachlos. (dpa)

Mehr zum Thema Deutschland & Welt