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Sachsen

Vogtland neues "Rentner-Paradies"

In Sachsen ist nicht mehr der Landkreis Görlitz die preiswerteste Lebensregion für Rentner. Am teuersten ist es für Ruheständler in einer Großstadt.

© Stephan Scheuer/dpa

Chemnitz. Das Vogtland hat Görlitz als so genanntes Rentner-Paradies in Sachsen abgelöst. Nach einer Erhebung des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos ist der Vogtlandkreis die preiswerteste Lebensregion für Rentner im Freistaat. Danach haben dort 1.000 Euro für Ruheständler eine Kaufkraft von 1.149 Euro. Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten Studie hervor, die Prognos für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (DGV) erstellt hat. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2018.

Der Landkreis Görlitz, der bundesweit den Ruf als "Rentner-Paradies" hat, liegt mit 1.131 Euro auf Platz zwei knapp vor dem Erzgebirgskreis (1.130 Euro). Unter den 401 Kreisen und kreisfreien Städten in Deutschland rangiert das Vogtland auf Platz drei hinter dem Kreis Elbe-Elster (Brandenburg) mit 1.163 Euro und Holzminden (Niedersachsen) mit 1.156 Euro. Görlitz liegt auf Rang 16.

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Teuerste Region Sachsens ist Dresden. Dort entsprechen 1.000 Euro einer Kaufkraft von 1.002 Euro. Dahinter folgen die Stadt Leipzig (1.054 Euro) und der Kreis Meißen (1.071 Euro). In Chemnitz, der drittgrößten Stadt Ostdeutschlands, beträgt die Kaufkraft 1.088 Euro.

Im bundesweiten Vergleich liegt Dresden auf dem 125. Platz. Spitzenreiter ist München mit 763 Euro. Teuerste Region im Osten ist die Stadt Potsdam (933 Euro).

Für die Auswertung hat das Institut die Lebenshaltungskosten der Rentner verglichen. Dafür wurde die Gewichtung des allgemeinen Warenkorbs des Statistischen Bundesamtes an das Konsumverhalten der über 65-Jährigen angepasst. (dpa)

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