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Volkssolidarität hat Pläne in Döbeln Nord

Der Sozialträger will im Wohngebiet Sonnenterrassen Tagespflege anbieten. Aber ist das überhaupt möglich?

© Jens Hoyer

Von Jens Hoyer

Döbeln. Der Kreisverband der Volkssolidarität plant, im neuen Wohngebiet Sonnenterrassen in Döbeln Nord eine Tagespflegeeinrichtung zu bauen und hat bei der Stadtverwaltung eine entsprechende Anfrage gestellt. Die Stadtverwaltung fragte wiederum den Hauptausschuss, ob das gewünscht ist. Denn einen Haken hat das Vorhaben: Im Wohngebiet ist der Bau sozialer Einrichtung nach gültigem Bebauungsplan nur ausnahmsweise möglich. „Wir wollten dort keine große Einrichtung hinhaben, die viel Individualverkehr nach sich zieht“, erklärte Baudezernent Thomas Hanns den Stadträten. Die sollten entscheiden, ob der Neubau zugelassen werden soll.

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Der Sozialträger hat ein Baufeld im vorderen Bereich des Wohngebiets direkt an der Leipziger Straße ins Auge gefasst. In dem Neubau würden eine Tagespflegeeinrichtung mit 30 bis 40 Plätzen und vier bis acht Mitarbeitern und ein kleinerer Verwaltungsbereich für fünf Mitarbeiter untergebracht. Die Einrichtung soll nur tagsüber betrieben. Die Tagesgäste würden mit Kleinbusse in die Einrichtung gebracht. „Wir würden dem zustimmen, weil das Gebäude auch einen Puffer zwischen dem Wohngebiet und der stark befahrenen Straße wäre“, sagte Hanns. Der Hauptausschuss sah das auch so und gab seine Zustimmung.

Zulässig sind im Wohngebiet Häuser mit zwei Vollgeschossen und einer Maximalhöhe von knapp zwölf Metern. Eine Reihe Bäume entlang des Baufeldes müsste gefällt werden. Aber den Bäumen sei ohnehin kein langes Leben beschieden, weil sie über eine Gasleitung gepflanzt wurden, so Gisa Nestler, Geschäftsführerin der städtischen DWVG, die das Gelände zum Verkauf anbietet.

Der Bauherr, die Volkssolidarität, wollte sich zu dem Vorhaben noch nicht äußern. Zum Kauf des Grundstücks sei noch keine abschließende Entscheidung getroffen worden. Es handle sich erst einmal um eine Bauvoranfrage.