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Der Trainer sieht Rot, das Team gewinnt

Die Dresdner Volleyballerinnen beenden ihre Negativserie mit einem 3:1 gegen Suhl. Chefcoach Alexander eckt trotzdem mit den Schiedsrichtern an. 

Die DSC-Frauen bejubeln den Heimerfolg gegen Suhl.
Die DSC-Frauen bejubeln den Heimerfolg gegen Suhl. © Matthias Rietschel

Die Volleyballerinnen des Dresdner SC sind zurück. Noch nicht stabil in der Erfolgsspur, aber immerhin auf Platz drei in der Volleyball-Bundesliga. Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie setzte sich das Team von Trainer Alexander Waibl am Mittwochabend vor 2946 Zuschauern in der Margon-Arena gegen den VfB Suhl (6.) mit 3:1 (25:22, 23:25, 25:22 25:16) durch.

Die Mannschaft des fünfmaligen deutschen Meisters ist damit noch lange nicht da, wo sie hin möchte: in den Play-offs ein ernsthafter Meisterschaftskonkurrent neben Stuttgart und Schwerin zu sein. Aber der DSC ist nach der sportlichen und mentalen Schaffensdelle offenbar auf dem Weg dorthin. Das wies der Tabellendritte nun nach dem hoffnungsvollen Auftritt beim Titelverteidiger in Schwerin (1:3) vor einer Woche auch zu Hause nach. Phasenweise. Ohne die kurzfristig krankheitsbedingt fehlende Spielführerin Katharina Schwabe dominierten die Gastgeberinnen weitestgehend das Spiel. Allerdings offenbarte sich immer mal wieder, wie anfällig und zerbrechlich das DSC-Gebilde trotz vieler Einzelgespräche und eines gemeinsamen Frauenabends noch ist.

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Am deutlichsten zeigte sich das im zweiten Satz. Da ging Dresden mit einem 10:16-Rückstand in die zweite technische Auszeit, Alexander Waibl monierte zwei streitbare Schiedsrichterentscheidungen, kassierte dafür erst die Gelbe, dann die Rote Karte. Die hat im Volleyball einen zusätzlichen Punkt für den Gegner zur Folge. Der DSC kämpfte sich zwar noch heran, musste den Satz aber Suhl überlassen.

Am relativ runden Sieg-Comeback für den DSC änderte das nichts. „Das war für uns ein schwieriges Spiel, Suhl ist durchaus gefährlich und hat es ausgenutzt, dass wir im zweiten Satz etwas schwerfällig waren. Aber ansonsten sind wir auf einem guten Weg“, sagte Waibl. Der spendiert seiner Mannschaft einen Kuchen und zudem zwei freie Trainingstage.