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Vom Bürger zum Meister

Seit gut zwei Wochen ist Uwe Blättner Mückas Bürgermeister. Jetzt trifft er sich erst einmal mit vielen Menschen.

© André Schulze

Von Sabine Ohlenbusch

Über Langeweile kann sich Uwe Blättner nicht beklagen, seit er in Mücka sein Amt angetreten hat. Der Hausmeister in der Schule ist ausgefallen; deshalb hat der frisch gebackene Bürgermeister zunächst einmal für eine Vertretung für die nächsten Wochen gesorgt. Außerdem hat es einen Stromausfall an der Dorfstraße in Förstgen gegeben, da eine neue Straßenlaterne einen Kurzschluss verursacht hat. Erst jetzt kommt Uwe Blättner dazu, ohne größere Zwischenfälle umzusetzen, was er sich vorgenommen hat. Die SZ hat nachgefragt, wie seine Pläne für Mücka aussehen.

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Erste Amtshandlung: Vorstellen und nach Wünschen fragen

Eine dritte große Aufgabe sieht Uwe Blättner darin, sich bei den Vereinen und Einrichtungen seiner Gemeinde vorzustellen. Obwohl ihn natürlich alle kennen. Denn als stellvertretender Bürgermeister ist er auch vorher schon viel in der Gemeinde unterwegs gewesen. „Es geht mir darum, überall hinzuhorchen und die Probleme aufzugreifen“, sagt Uwe Blättner. Am Montag ist er bereits beim Verwaltungsverband, dem Kindergarten und der Comenius-Oberschule gewesen. Auch das Mühlwehr hat er besichtigt.

Die Comenius-Schule und die Turnhalle sind wichtig für Mücka

Mit seinem ersten Einsatz an der Schule hat Uwe Blättner bereits bei Schulleiter Torsten Weiß einen guten Eindruck hinterlassen: „Er hat sehr großes Engagement gezeigt und uns schnell weitergeholfen“, sagt dieser. „Mit dem Wintereinbruch haben wir schnellen Ersatz für unseren Hausmeister gebraucht.“ Torsten Weiß freut sich auf die weitere Zusammenarbeit, die mit dem neuen Schulgesetz vielleicht noch intensiver wird. Denn der Freistaat will darin die Zusammenarbeit der Schulen mit deren Trägern fördern.

Neben der spontanen Herausforderung hat Uwe Blättner aber ein großes Projekt auf der Agenda. Die Turnhalle der Schule wird auch von Vereinen genutzt und liegt deshalb vielen Mückaern am Herzen. Hier steht schon länger eine Sanierung an. Uwe Blättner sieht diese als Priorität für den Haushalt 2016.

Im Kindergarten „Am Storchennest“ muss renoviert werden

Auf die Frage, was er außerdem plant, muss Uwe Blättner nicht lange überlegen. „Bei unserem Kindergarten hat es lange Zeit einen Planungsstau gegeben“, erklärt er, „doch hier ist dringend etwas zu tun. Der Bodenbelag stammt teilweise noch aus DDR-Zeiten.“ So plant der Bürgermeister, zunächst den Eingangsbereich neu zu gestalten. „Wir sind gut ausgelastet und wissen auch schon von ein paar Neuzugängen in den nächsten Monaten. Aber die Kita muss ansprechend sein“, kommentiert er.

Bereits als stellvertretender Bürgermeister seines Vorgängers Markus Kiese hat er immer nachgefragt, wenn Mückaer Eltern ihre Kinder zur Betreuung in die Einrichtungen anderer Gemeinden gebracht haben. Denn Mücka muss für jedes dieser Kinder rund 450 Euro pro Monat zahlen. Meistens seien in diesen Fällen die anderen Kindergärten sinnvoller auf dem Arbeitsweg, zum Wohnort der Großeltern oder Ähnlichem gelegen gewesen. Hier will Uwe Blättner den Eltern nichts vorschreiben. Die meisten Mückaer Kinder gehen in die Kita der Gemeinde, so Uwe Blättner.

Vereine machen den Unterschied für die schrumpfende Gemeinde

Uwe Blättner will in seiner Gemeinde, die nach neuesten Zahlen unter 1 000, nämlich auf 993 Einwohner gefallen ist, das Vereinsleben fördern. Als Nächstes stehen deshalb Treffen mit Feuerwehr, dem Club, dem Heimat- und dem Sportverein an. Besonders die fr

Außerdem will der neue Bürgermeister die Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden vertiefen. Auch dies kann den Vereinen zugute kommen: Wenn der Radweg zwischen Förstgen und Kreba-Neudorf in diesem Jahr fertig wird, plant Uwe Blättner ein gemeinsames