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Vom Dippser Bergbau bis zur nachgebauten Antonow

Vereine aus dem ganzen Stadtgebiet beantworteten beim Jubiläumsfest viele Fragen. Zum Beispiel wie viel ein Kaninchen kostet.

© Karl-L. Oberthür

Von Franz Herz

Dippoldiswalde. Dippoldiswalde hat eine breite Vereinslandschaft. Wie breit, davon konnten sich die Besucher des Jubiläumsfests am Wochenende bei der Vereinsmeile im Park gegenüber von den Parksälen einen Eindruck verschaffen. Marlen Thiele aus Höckendorf mit ihrer Tochter Charlin nutzte die Gelegenheit am Wochenende. Am stärksten hat sie der Stand des Fördervereins für den mittelalterlichen Bergbau in Dippoldiswalde beeindruckt. „Steine interessieren meine Tochter sehr“, sagte Marlen Thiele. Ihr Weg führte die beiden dann weiter zum Modellflugclub Reinholdshain. Seine Mitglieder hatten verschiedene Modelle mitgebracht. Ein einfaches Einsteigermodell, wie man es sich jederzeit kaufen kann, aber auch ein eindrucksvoller Eigenbau standen dort. Den hatte René Rüffer in sieben Monaten im Maßstab 1:10 gebaut. Es handelte sich um den Nachbau einer Antonow AN2, den größten einmotorigen Doppeldecker der Welt, ein eindrucksvolles Schaustück. Am meisten Interesse hatten bei den Besuchern aber kleine Styropormodelle gefunden, die Kinder einfach zusammenstecken und aus der Hand losfliegen lassen können. Davon war schon am Sonnabendnachmittag keines mehr übrig. Kinder spielten aber auf dem Parkgelände mit den Fliegern.

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Begeisterung fanden bei den Besuchern auch die Kaninchen des Züchtervereins Dippoldiswalde und Umgebung. Der 15-jährige Moritz Schmieder aus Reinholdshain war mit am Stand. Er züchtet selbst. Das ist Familientradition. Sein Opa ist mit im Verein und seine Mutter hatte früher auch Kaninchen. Moritz freut sich, wenn er sein Hobby anderen nahebringen kann, und das Interesse am Stand war auch groß. „Es haben sich schon mehrere Leute eingetragen, die Interesse haben, Tiere zu kaufen“, erzählte er. Die Preise gehen von 20 Euro für Zwergkaninchen über 40 Euro für mittlere Größen oder 60 bis 65 Euro für einen „Deutschen Riesen“, der seinem Namen auch alle Ehre machte.

Wer sich für größere Tiere wie Pferde interessiert, war beim Förderverein Voltigiersport „Gestüt am Wilisch“ richtig. Der Verein hat seinen Sitz in Malter und unterstützt die Nachwuchsarbeit des Gestüts, das seine Pferde in Schmiedeberg-Naundorf stehen hat. Hier informierten Conny Radolf und Grit Hofmann die Interessenten am Stand und beaufsichtigten ihre Kinder, die auf einem Holzpferd in der Mitte des Parks akrobatische Übungen vorführten.

Wenige Meter weiter ging es bei den Fußballern des FSV Dippoldiswalde lebhaft zu. Hier war ein kleines Fußballfeld aufgebaut und komplett eingezäunt, damit die Bälle nicht die Besucher trafen. Hier herrschte laufend Riesentrubel. Jeder, der Lust hatte, konnte reingehen und mitspielen. Marius Nick und Marius Dextor von der B-Jugend betreuten am Sonnabend den Stand. Sie waren auch zufrieden mit dem Umsatz, den sie bereits mit der Torwand gemacht hatten. Für einen Euro durften die Besucher sechsmal schießen. Für die besten Schützen gabt es Dynamo-Trikots und Einkaufsgutscheine. Das kam gut an.

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Eine Reihe weiterer Vereine präsentierten sich noch mit ihren Angeboten. Die Palette reichte vom Heimatverein „Alte Schäferei“ aus Sadisdorf bis zum Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt, die ihre Beratungsangebote vorstellte, von Pro Jugend, die verschiedene Spiele sowie ihre Arbeit präsentierten, bis zum Dippoldiswalder Modelleisenbahnclub. Dieser hatte ein Pappmodell des Dippoldiswalder Bahnhofs aufgebaut. Für viele Besucher am Stand war es eine Herausforderung, den wiederzuerkennen, berichtete Vereinsvorstand Roland Widra.