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Vom Flieger direkt in den Knast

Am Flughafen Dresden kassierte die Polizei am Montag drei Passagiere ein, mit denen der Freistaat noch diverse Rechnungen offen hatte.

© Bundespolizei

Dresden. Klein-Data bringt am Flughafen Dresden gleich drei Kriminellen zur Strecke: Um 08:40 Uhr kontrollierten die Beamten der Bundespolizei einen tunesischen Staatsangehörigen, der mit dem Flugzeug aus der Schweiz ankam. Beim Abgleich der Daten erschien den Polizisten auch ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Dresden wegen Diebstahls auf dem Bildschirm. Da der 31-Jährige die geforderte Geldstrafe samt Verfahrenskosten in Höhe von 1 031 Euro nicht zahlen konnte, sitzt er die 80-tägige Ersatzstrafe in der JVA Dresden ab.

Gegen 13:30 Uhr kamen die Reisenden aus Amsterdam an. Für einen 22-jährigen Passagier aus Marokko führte die Reise direkt weiter ins Amtsgericht nach Freiberg, wo er heute dem Haftrichter vorgeführt wird. Bei der Passkontrolle informierte der Rechner die Beamten gleich über drei Aufenthaltsermittlungen der Staatsanwaltschaft Chemnitz: Dem Mann werden Raub, gefährliche Körperverletzung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen. Wegen der vielen Ausschreibungen kontaktierten die Beamten die Staatsanwaltschaft und die antwortete, dass ein Haftbefehl gegen den jungen Mann unmittelbar in Erstellung sei.

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Mit der gleichen Maschine landete ein serbischer Staatsangehöriger in Dresden, der es immerhin auf zwei Haftbefehle brachte: Zum einen handelte es sich um einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Dresden wegen unerlaubter Einreise, zum anderen um einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Chemnitz wegen unerlaubten Aufenthaltes - in Summe bedeutete das 704 Euro Geldstrafe inklusive der Verfahrenskosten.

Da dem Serben das Geld zum Begleichen der Rechnung fehlte, verbringt er die nächsten 55 Tage in der JVA Dresden und sitzt so die Strafe ab bei freier Kost und Logis. Wie die Bundespolizei mitteilte, bestand für den Mann auch ein Suchvermerk der Staatsanwaltschaft Chemnitz wegen Beleidigung. Auch die Suche hat jetzt ein Ende. (szo)