merken

Pirna

Von der Polizeikontrolle ins Gefängnis

Für einen Bulgaren, zwei Serben und einen Letten endete eine Polizeikontrolle auf der A17 im Gefängnis. Ein Kosovare hatte Glück im Unglück.

© Archiv/SZ

Bei der Fahrt auf der A17 landete ein 39-jähriger in einer Polizeikontrolle. Wie sich während der Überprüfung der Personalien herausstellte, wurde der Mann per Haftbefehl gesucht. Da er die vom Gericht auferlegte Geldstrafe in Höhe von 1950 Euro nicht zahlen konnte, wurde er zur Verbüßung einer 65-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe in die Justizvollzugsanstalt nach Dresden gebracht.

OSTRALE Biennale O19

Die zweite Biennale und 12. OSTRALE widmet sich ab dem 11. Juni bis zum 1. September dem Leitgedanken „ismus“.

Auch ein 27-jähriger Serbe geriet in die Kontrolle der Bundespolizei. Bei der Überprüfung der Personendaten am Sonnabend stellte sich heraus, dass gegen den Mann ein Haftbefehl vorlag. Er wurde wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz zu einer Geldstrafe verurteilt, die er aber nie bezahlt hatte. Da er diese auch jetzt nicht zahlen konnte, verbüßt er jetzt eine 60-tägige Ersatzfreiheitsstrafe im Gefängnis. Zudem erwartet ihn ein erneutes Ermittlungsverfahren, da er entgegen einer bestehenden Wiedereinreisesperre ins Bundesgebiet eingereist ist. Auch sein 25-jähriger Mitfahrer musste in die JVA nach Dresden, da gegen ihn ebenfalls ein Haftbefehl wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz vorlag. Der 25-jährige Serbe  verbüßt jetzt eine 89-tägige Ersatzfreiheitsstrafe. Da auch gegen den 41-jährigen serbischen Fahrer des Pkw eine Wiedereinreisesperre für die Bundesrepublik bis zum Oktober 2019 bestand, muss dieser sich jetzt ebenfalls wegen Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz verantworten.

Ein ähnliches Schicksal ereilte einen 23-jährigen aus Lettland der kurz vor Mitternacht am Sonntag von den Beamten der Bundespolizei kontrolliert wurde. Er war als Passagier in einem grenzüberschreitenden Linienbus unterwegs, konnte aber seine noch offene Geldstrafe von 145 Euro nicht bezahlen. Auch er wurde ins Gefängnis nach Dresden gebracht, wo er eine 15-tägige Ersatzfreiheitsstrafe verbüßt.

Die Fahrt zur JVA nach Dresden konnte ein 32-jähriger Kosovare noch abwenden, da ein Verwandter ihm finanziell unter die Arme griff. Die Bundespolizei wurde bei der Überprüfung der Personendaten des Mannes auf einen Haftbefehl aufmerksam. Der 32-Jährige wurde bereits im Jahr 2015 wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 945 Euro verurteilt. Die er allerdings bisher noch nicht beglichen hatte. Da ein Angehöriger bei einer anderen Polizeidienststelle die noch offene Geldstrafe bezahlte, konnte der Mann seine Fahrt fortsetzen.