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Von „gut geräumt“ bis „schweineglatt“

Die Erfahrungen der Kraftfahrer, die am Morgen auf den Straßen unterwegs sein mussten, sind unterschiedlich. Auf der B 175 zwischen Töpeln und dem Abzweig Saalbach ging zum Beispiel zweitweise gar nichts mehr. Auf den Waldheimer Straßen kamen die Kraftfahret gut voran.

Von Heike Heisig
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Der Wintereinbruch hat die B 175 lahmgelegt. Am Hartha Kreuz ist kein Durchkommen.
Der Wintereinbruch hat die B 175 lahmgelegt. Am Hartha Kreuz ist kein Durchkommen. © Dietmar Thomas
Fahrzeuge des Winterdienstes auf dem Weg zur B 175 , die durch mehrere LKW blockiert ist.
Fahrzeuge des Winterdienstes auf dem Weg zur B 175 , die durch mehrere LKW blockiert ist. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Der erste richtige Wintertag in diesem Jahr hat sich in der Region unterschiedlich ausgewirkt. Gut beraten waren auf jeden Fall jene, die mehr Zeit eingeplant hatten. Die brauchten Kraftfahrer unter anderem auf der B 175 zwischen Hartha und Döbeln, allein 20 Minuten waren nötig, um den Abschnitt Hartha bis Abzweig Saalbach zu bewältigen. 

Weshalb der Verkehr so sehr stockte, zeitweise sogar zum Erliegen kam, das war den Kraftfahrern unerklärlich. „Wir merken nur: Es ist schweineglatt“, sagte eine Harthaerin. Eine dreiviertel Stunde hat ihre Fahrt nach Döbeln schließlich gedauert. Für manchen Lasterfahrer wäre das der Gewinn des Tages gewesen. Denn einige blieben auf der B 175 selbst an kleinen Steigungen wie in Höhe des Stadtwäldchens in Hartha liegen. Das erschwerte den Räum- und Streudiensten natürlich das Durchkommen. Auf dem Netto-Parkplatz in Hartha wurde deshalb gleich „schweres Geschütz“ aufgefahren: Dort schob ein Traktor Schnee. Auf der B 169 Döbeln-Hainichen war das Bild ähnlich wie auf der 175. Eine Kraftfahrerin gab in Arnsdorf genervt auf und drehte um, weil nichts weiterging.

Dabei war der Winterdienst seit den Nachtstunden mit insgesamt 50 Fahrzeugen im gesamten Landkreis Mittelsachsen unterwegs. Geräumt und gestreut wurden und werden von 100 eigenen Mitarbeitern Bundes-, Staats- und Kreisstraßen. Überdies sind Fremdfirmen und deren Belegschaft gebunden, teilte André Kaiser, Sprecher des Landratsamtes Mittelsachsen, mit. Bisher seien noch keine Straßensperrungen ausgesprochen. Dazu könne es aber im Verlaufe des Tages noch kommen. Durch den starken Schneefall der vergangenen Stunden sei möglich, dass Äste herunterstürzten und auf Straßen fallen. „Die Glättegefahr ist durch die Temperaturen und den anhaltenden Schneefall sehr groß“, sagte Dirk Schlimper vom Referat Straßenbetriebsdienst und Bauwerksverwaltung. Daher hat der Winterdienst auch schon rund 94 Tonnen Streusalz auf die Straßen gebracht. (DA/sig/dth)

Birgit Neumann und Birgit Winker beim Schneeräumen auf der Pestalozzi-Straße in Hartha.
Birgit Neumann und Birgit Winker beim Schneeräumen auf der Pestalozzi-Straße in Hartha. © Dietmar Thomas