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Von Milbradt zu Kretschmer

Mit Oliver Schenk als neuem Staatskanzlei-Chef koordiniert ein einstiger enger Vertrauter von Georg Milbradt die Ministerien.

© Robert Michael

Von Annette Binninger

Es zieht sich wie ein roter Faden durch fast alle Posten-Änderungen: Entweder die Neuen sind lange Vertraute des neuen Ministerpräsidenten, oder kehren aus Berlin nach Sachsen zurück oder sie waren enge Weggefährten von Kretschmers „politischem Ziehvater“, Alt-Ministerpräsident Georg Milbradt. Im Falle des neuen Staatskanzlei-Chefs treffen alle drei Faktoren zu: Oliver Schenk war von 2002 bis 2005 Büro-Leiter von Milbradt, hielt in dieser Funktion bereits die Fäden zwischen den einzelnen Ministerien eng zusammen und erwarb sich den Ruf eines straffen, aber fairen Lenkers.

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Sachsens neues Kabinett

Mit dem Amtsantritt von Regierungschef Stanislaw Tillich war Schenk ins Innenministerium gewechselt. Ab 2010 suchte der Volkswirt seinen weiteren beruflichen Weg in Berlin – zunächst als Bereichsleiter in der Geschäftsstelle der Bundes-CDU, seit 2014 als Abteilungsleiter für Grundsatzfragen und Telematik im Bundesgesundheitsministerium. Jetzt bekam der 49-Jährige von Kretschmer die Chance, nach Sachsen zurückzukehren – als engster Vertrauensmann an seiner Seite in der Staatskanzlei.

Der Chef der Staatskanzlei muss still führen können, auch mal draufhauen, wenn es sein muss, auch mal „Rampensau“ sein. Vor allem aber muss er dem Ministerpräsidenten politisch in jeder Lebenslage den Rücken freihalten. Beobachter sehen hier eine von Schenks größten Stärken – absolute Loyalität. Zugleich wünscht sich Kretschmer von dem gebürtigen Bayer eine bundesweit stärker wahrnehmbare Medien- und Europa-Politik.

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