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Vonovia baut jetzt im Eiltempo

Im Frühjahr beginnen die Bauarbeiten an der Reicker Straße. Auch am Jägerpark entsteht ein Modulbauhaus.

© Sven Ellger

Von Nora Domschke und Sarah Herrmann

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Noch wächst nur Gras auf der Brache neben dem Azimut-Hotel in Reick. Dass hier schon in diesem Jahr die ersten Mieter in ihre neuen vier Wände einziehen, scheint kaum vorstellbar. Möglich macht das ein neues Bauverfahren, bei dem bereits fertige Zimmer mit dem Lkw von Bonn nach Dresden gebracht werden. Die ersten Neubauten dieser Art des Großvermieters Vonovia entstehen in den kommenden Monaten an der Reicker Straße.

Vonovia rechnet im Februar mit einer Baugenehmigung. Auf dem gut 10 000 Quadratmeter großen Grundstück sind 83 Wohnungen in mehreren Häusern geplant. Zuerst entstehen zwei kleinere Gebäude an der Prohliser Straße, dann beginnt der Bau einer längeren Zeile entlang der Reicker Straße. Direkt neben dem Hotel haben die Gebäude vier Geschosse, in Richtung Kreuzung Reicker/Prohliser Straße nur drei. Weil die Häuser kein Kellergeschoss bekommen und damit keine aufwendigen Tiefbauarbeiten nötig sind, kann Vonovia die Wohnungen für neun Euro kalt pro Quadratmeter vermieten. Die Bewohner nutzen Abstellkammern auf dem Dachboden. Die Form des Satteldachs hatten die Stadtplaner an dieser Stelle vorgegeben. Vermietet werden zu je einem Drittel Zwei-, Drei- und Vierraumwohnungen. Die kleinen Wohnungen sind 50 Quadratmeter groß, die Vierraumwohnungen haben eine Fläche von 100 Quadratmetern. Ein weiteres Bauprojekt ist in diesem Jahr auch am Jägerpark geplant.

Hier will das Wohnungsunternehmen im zweiten Quartal losbauen. Gerade einmal sechs Monate werden gebraucht, um das Mehrfamilienhaus mit 12 Wohnungen zu errichten. 2,2 Millionen Euro investiert Vonovia. Dafür haben die Mieter der Zwei- und Dreiraumwohnungen weder Keller noch Tiefgarage. Stellplätze entstehen neben dem Neubau. Am Jägerpark will der Vermieter 9,50 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter verlangen. Diese Preise seien nur durch die Modulbauweise möglich.

Die einzelnen Räume werden in der Fabrik mit Elektrik, Fliesen und Duschwanne vorproduziert. Um die mehr als drei Meter breiten und sieben Meter langen Module über die Autobahn zu transportieren, ist eine polizeiliche Begleitung nötig. Die Firma, die diese Module herstellt, will die Produktion künftig in Coswig erweitern.