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Dynamo

Vor dem Derby ist Aue im Vorteil

Die Erzgebirger stehen in der 2. Bundesliga nur einen Platz besser da als Dynamo, trotzdem könnten sie sich mit einem Sieg bereits absetzen. 

Beruhigend wirkt Aue-Trainer Daniel Meyer auf sein Team ein, aber er warnt auch vor zu früher Gelassenheit.
Beruhigend wirkt Aue-Trainer Daniel Meyer auf sein Team ein, aber er warnt auch vor zu früher Gelassenheit. ©  dpa/Robert Michael

Sie könnten das Derby ganz entspannt angehen, was natürlich nicht zum Charakter solcher Spiele passt. Aber vor diesem 92. Aufeinandertreffen der beiden sächsischen Traditionsvereine ist die Ausgangslage für die Erzgebirger besser als für die Dresdner. „Die tabellarische Situation ist für Dynamo noch etwas prekärer als für uns“, sagt Aues Chefcoach Daniel Meyer. Seine „Veilchen“ sind zwar auf Rang 13 in der 2, Fußball-Bundesliga nur einen Platz besser, haben aber vier Punkte mehr geholt als die Schwarz-Gelben. „Zusätzlich zur Derby-Konstellation ist für beide Mannschaften die tabellarische Situation nicht so, dass sie die Füße hochlegen könnten“, meint Meyer.

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Unter dem 39-Jährigen spielt Aue aber mit 32 Punkten nach 26 Spielen die beste Zweitliga-Saison seit acht Jahren. Nur 2010/11 gab es mit 47 Punkten eine bessere Zwischenbilanz. „Alles, was bisher gelaufen ist, war Spaß und Vorgeplänkel. Jetzt beginnt die entscheidende Saisonphase, in der wir gute Leistungen bringen und vor allem Ergebnisse liefern müssen.“ Nach den Siegen in Sandhausen (3:0) und gegen Paderborn (2:1) schien die größte Abstiegsgefahr bereits gebannt zu sein, aber das 1:5 bei Holstein Kiel vor der Länderspielpause war ein heftiger Gute-Laune-Dämpfer.

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Meyer: Wieder mehr Dynamo-Fußball

„Jetzt heißt es für uns, zurückzuschlagen und im Derby zu zeigen, dass wir das weggesteckt haben“, meint Mittelfeldspieler Jan Hochscheidt. „Die Situation im unteren Mittelfeld ist sehr eng, wenn wir punkten, können wir uns absetzen.“ Allerdings haben die Erzgebirger einige personelle Sorgen vor dem emotionalen Spiel. Mit Malcolm Cacutalua (Kreuzbandriss), Dennis Kempe (Verletzung am Innenband) und Steve Breitkreuz (Knieprobleme) fehlen gleich drei Abwehrspieler.

„In einem Mannschaftsteil so viele Ausfälle zu haben, ist nicht einfach zu kompensieren. Bisher haben wir es gut hinbekommen, allerdings haben wir keinen Spielraum mehr“, erklärte Meyer. „Die Defensivreihe ist ein nicht ganz unwichtiger Qualitätsfaktor für unsere stabile Serie.“ Zudem ist auch der Einsatz der beiden Stürmer Florian Krüger (Rücken) und Emmanuel Iyoha (muskuläre Probleme im Oberschenkel) fraglich, die angeschlagen von ihren Auswahleinsätzen zurückkehrten.

Für die Fans sei es das wichtigste Heimspiel des Jahres, meint Meyer. „Die Hütte voll, Flutlicht an – besser kann es nicht sein.“ Obwohl einiges für Aue spricht – vor allem die Tatsache, dass Dynamo im Jahr 2019 noch kein Spiel gewonnen hat – warnt der Chefcoach: „Mit dem Trainerwechsel kam es zu einem Stimmungsumschwung. Die Mannschaft zerreißt sich und spielt den bekannten Dynamo-Fußball mit mehr Mut.“ (dpa, SZ/-ler)