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Vor Ostern schon an die Martinsgans denken

Die Förderer probieren in dieser Saison Neues im Kloster Buch. Das betrifft kulinarische Angebote und die Führungen.

Lothar Weiße hatte zum Bauermarkt-Saisonstart 2018 neben selbst gefertigten Holzbänken auch diese lustigen Dekohasen dabei. Mit Österlichem warten die Händler gewiss auch am Sonnabend auf, wenn im Kloster Buch nach der Winterpause wieder Marktzeit ist. © André Braun

Leisnig. Mit dem ersten Bauernmarkt der Saison steigen die Mitglieder des Fördervereins Kloster Buch in die Besuchersaison 2019 ein. Danach folgen im März noch zwei weitere Veranstaltungen. Das klingt nach einem gemächlichen Start. Doch das Marketingteam ist der Zeit voraus, hat schon mehrfach eine Veranstaltung im November durchgesprochen. „Wir wollen mal etwas Neues probieren“, sagen Sabine Patzelt und Karen Benndorf.

Als Beispiel dafür nennen sie das Gänse-essen. Das gab es bisher in zwei Etappen in den Räumen im Abthaus. Das war nicht nur für das Küchenteam eine Herausforderung, sondern auch für die Servicekräfte vom Förderverein. Selbst die Besucher wurden hin und wieder auf die Probe gestellt. So etwa, wenn die Gäste des ersten Durchganges nicht vom Mittagstisch aufstehen wollten, die nächsten aber schon vor der Zeit vor der Tür von einem Bein auf das andere traten. Deshalb soll das Martinsgans-Essen pünktlich für alle um 12 Uhr beginnen. 

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Zeit für den Wiederaufbau

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Eingedeckt wird im Kuhstall. Platz ist dort für 100 Personen, die am Büffet selbst Beilagen wählen können. „Bisher gab es häufig Änderungswünsche. Von der neuen Form versprechen wir uns, dass es für alle entspannter wird“, so Karen Benndorf.

Schon lange ausgebucht und mit einer Warteliste versehen ist der Osterbrunch, den die Förderer anbieten. Wer im April für diese Veranstaltung keinen Platz mehr bekommt, könnte auf den 12. Mai ausweichen. „Wir wollen in diesem Jahr auch den Muttertag in Brunchform gestalten“, so Sabine Patzelt. 

Bei allen kulinarischen Angeboten steht wenig später das Angebot, an einer Klosterführung teilzunehmen – und neuerdings auch umgekehrt. Nach der Abendführung am 5. April ab 18.30 Uhr haben die Gastgeber beispielsweise vor, den Besuchern Häppchen zu servieren, da das gastronomische Angebot im Ort saisonbedingt übersichtlich ist.

Bei den Führungen wollen sich die Förderer immer mehr spezialisieren. Zum einen, weil es so viel über das Kloster zu sagen gibt und zum anderen, weil ein Teil der Gäste schon an einer Führung teilgenommen hat und vielleicht mehr zu einem bestimmten Haus oder Thema hören möchte. „Wer eine Führung anmeldet, kann ab sofort zwischen kleiner Kloster- und Abthausführung wählen“, so Sabine Patzelt.

Und dann gibt es da noch die Rundgänge, die im Veranstaltungskalender stehen. Bei einem können sich die Gäste auf die Spuren der Schreibmönche ins Scriptorium begeben. Heiner Stephan erzählt von seiner Zeit als „Ersttäter“, also wie die Stadt Leisnig und später der Förderverein das Kloster übernommen haben. Vom Tagesablauf der Zisterzienser wird Friedrich Gentzsch berichten. Und bei einer Erzählführung geht es Bert Meister um „Der Novize Volkuin“.

Ab 1. März gelten für das Kloster Buch wieder die Vorsaison-Öffnungszeiten: montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr, bei Veranstaltungen sowie nach Vereinbarung.

www.klosterbuch.de