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Vorerst kein Wolfs-Abschuss

Das Ministerium erteilt der geplanten „Entnahme“ aus dem Rosenthaler Rudel eine Absage – und gibt der Bautzner Kreisverwaltung Hausaufgaben.

© Symbolfoto: dpa

Dresden/Bautzen. Das Sächsische Umweltministerium (SMUL) hat dem Bemühen des Landkreises Bautzen um eine Abschuss-Genehmigung für das Rosenthaler Wolfsrudel vorerst eine Absage erteilt. Zu der sogenannten Wolfs-Entnahme habe es einen Austausch zwischen Ministerium und Kreisverwaltung gegeben, so SMUL-Sprecher Frank Meyer. Demnach soll das Amt nun zunächst die Bewertung der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf einholen. Das werde in den nächsten Tagen geschehen, heißt es aus der Pressestelle der Kreisverwaltung.

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Bautzens Landrat Michael Harig (CDU) hatte sich im September für die Abschuss-Genehmigung stark gemacht, nachdem Wölfe aus dem Rosenthaler Rudel erneut Schafe in Schönau gerissen hatten. Einen ersten Vorstoß hatte Harig bereits im Frühjahr gemacht – nachdem ein Wolf in Großdöbschütz in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung aufgetaucht war. Aufgrund der strengen Artenschutzvorgaben war das Ansinnen gescheitert. Bislang gab es sachsenweit nur einmal grünes Licht für einen Abschuss. In diesem Fall konnte das Landratsamt Görlitz schlüssig darstellen, dass der Wolf „Pumpack“ unter bestimmten Voraussetzungen Menschen gefährden könnte, und dass kein anderes geeignetes Mittel zur Gefahrenabwehr möglich war. Dieser Begründung folgte das Ministerium. Zu einem Abschuss kam es indes nicht. Pumpack hatte sich einfach nicht mehr blicken lassen. (szo)