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Vorfreude auf den Denkmalstag

In der Burgstadt kommen im September Neugierige auf ihre Kosten. Auch die Ortsteile sollen verstärkt mitmachen.

Der Geologe Thomas Scholle öffnet unterhalb der Burg Stolpen eine geheimnisvolle Luke. Die Besucher dieses Denkmaltages konnten hier sogar ein paar Schritte hineingehen.
Der Geologe Thomas Scholle öffnet unterhalb der Burg Stolpen eine geheimnisvolle Luke. Die Besucher dieses Denkmaltages konnten hier sogar ein paar Schritte hineingehen. © Archiv: Steffen Unger

Wer schon immer einmal wissen wollte, was beim Nachbarn so im Keller steht oder wie er den Keller überhaupt nutzt, der kommt zum Tag des offenen Denkmals am 8. September in Stolpen auf seine Kosten. Da öffnen sich Türen und Tore wie sonst nie. Doch es geht nicht nur um die Neugier, sondern auch um Stolpener Baugeschichte und nicht zuletzt auch um den Erhalt solcher Kleinode. Der Stolpener Geologe Thomas Scholle ist den Geheimnissen seit Jahren auf der Spur und konnte auch bereits einige lüften. Jetzt steckt er mitten in den Vorbereitungen der neuen Aktionen. Und er sucht noch Mitmacher, also Hauseigentümer, die an diesem Tag einen Blick hinter die Kulissen in ihren Häusern gewähren. „Kritikern, die zum Beispiel bemängeln, dass man doch auch mal diese oder jene Station öffnen könnte, muss ich leider mitteilen, nicht reden, sondern machen“, sagt Thomas Scholle.

Interessenten, auch aus den Ortsteilen, können sich übrigens gern bei ihm melden. Er berät sie und würde auch die Logistik übernehmen. Für das Jahr 2019 steht er noch am Anfang der Planungen, deshalb können auch noch weitere „Türöffner“ mitmachen. Erste Zusagen gibt es bereits. „Ich werde noch einige Hausbesitzer in den nächsten Wochen persönlich ansprechen. Ich bin optimistisch, dass sich Stolpen auch in diesem Jahr von seiner besten Seite zeigen wird“, sagt Thomas Scholle.

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Zudem verhandelt er auch noch mit den Hausbesitzern von einigen besonderen Gebäuden, ob diese ihre Objekte wenigstens für Führungen öffnen. Allerdings bedeutet das dann auch wieder einen größeren Aufwand. Aber im letzten Jahr ist das zum Beispiel in zwei Häusern am Stolpener Markt gelungen. Zur 15. Aktion unter seiner Regie soll es wiederum 15 bis 25 Stationen in Stolpen geben. Dank der Forschungsarbeiten in den letzten Jahren zum Thema Basaltverbreitung und den Schlacken-Diatrem-Tuffen arbeite er daran, erstmals zwei bis drei Stationen öffnen zu lassen, die noch nie oder letztmalig vor vielen Jahren zugänglich waren.

Dazu seien jetzt noch einige Absprachen notwendig. Ansonsten setzt der Geologe auch wieder auf Bewährtes. Spätestens ab Mitte August werden wiederum der Stationsplan, die Stationsliste und die Stationstexte kostenlos im Internet zur Verfügung stehen. Der Eintritt zu fast allen Stationen bleibt kostenlos.

Ausnahme ist die Burg Stolpen, die voraussichtlich drei sehr lohnende Sonderführungen anbieten wird. Dabei wird keine Führungsgebühr erhoben, allerdings muss der Burgeintritt entrichtet werden. Thomas Scholle weist daraufhin, dass es auch in diesem Jahr wieder alles eine rein ehrenamtliche Arbeit auch seines Ingenieurbüros ist. „Wir sind vor allem den Stationsöffnern sehr dankbar, die sich engagieren und ihre Zeit zur Verfügung stellen“, sagt er. Zudem hat der Gewerbeverein Stolpen in den letzten Jahren diese Veranstaltung bei Bedarf unterstützt, so bei der Finanzierung der Basaltflöten 2018.

Anmeldungen per E-Mail an [email protected]

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