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Vorfreude auf ein Festmahl in der Hoflößnitz

Weingut und Sächsische Zeitung laden ein zum Churfürstlichen Gänseschmaus. Mit einem ganz besonderen Unterhalter.

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Von Ines Scholze-Luft

Radebeul. Er freut sich sehr auf die Gäste. Magister Augustin Federspiel, der kurfürstlich-königliche Bibliothekarius und Hofpoet, wird alle die durch den Abend begleiten, die sich auf eine kulinarische Zeitreise zum sächsischen Hof begeben wollen. Und nicht nur am Martinstag auf der Hoflößnitz am Churfürstlichen Gänseessen teilnehmen. Dann ist der Hofdichter Augustin alias Schauspieler Stephan Reher an ihrer Seite.

Wenn sie es sich schmecken lassen wie einst die Adligen nach dem Jagdvergnügen. wenn die Gänsebrust auf den Tisch kommt, als Hauptspeise bei ihrem Drei- oder Viergänge-Menü, zubereitet vom Team des Gasthauses Oberschänke Altkötzschenbroda. Wo auch die Idee entstand, das beliebte Martinsgansessen mal in einer ganz anderen Umgebung anzubieten – als Ergebnis einer Plauderei zwischen Hoflößnitz-Geschäftsführer Jörg Hahn und Oberschänke-Wirt Holger Heilig zum Thema Lieblingsessen. Da landeten die beiden Herren beim Stichwort Gans. Und bei der barocken Tradition der Hoflößnitz, beim Gänseessen, wie es einst der Kurfürst und seine Entourage erlebten. Die Neufassung des Festessens soll das aufnehmen. Mit einem passenden Willkommensgetränk, einem Glas Kurfürstsekt. Und mit einer Fasanenpraline sowie anderen Erinnerungen an die glanzvollen Gelage von einst. Zu denen auch eine ganz besondere Soße gehört, nämlich eine mit Tokayer, dem Lieblingswein Augusts des Starken.

All das kennt Magister Augustin Federspiel sozusagen aus eigenem Erleben. An diesen Erfahrungen will er die Besucher des Festmahls teilhaben lassen. In fröhlichen Stunden mit dem eleganten, witzigen Federspiel als Plauderer, Sänger, Forscher und klugen Spötter. Der sich auskennt in der Geschichte, speziell der von Radebeul und Umgebung. Ein Unterhalter, der lebendig, pointenreich und spannend erzählt von alten Zeiten, von deftigen Begebenheiten, legendären Ereignissen, lustigen Gelagen und aufregenden Jagden im Lößnitztal, wie er selbst ankündigt.

Und wer schon immer mal wissen wollte, woher denn nun der Stollen kommt und weshalb zum Weihnachtsfest ausgerechnet Gänsebraten so beliebt ist, dem kann der Bibliothekarius ebenfalls weiterhelfen. Kennt er sich doch gut aus mit den sächsischen Weihnachtstraditionen. Garniert sein Wissen mit selbstverfassten Poemen und amüsanten Liedern, bei denen er sich auf der Laute begleitet.

So kommen gleich mehrere Sinne auf ihre Kosten. Wenn auch das Schmausen im Zentrum steht. Den bekennenden Genießer Augustin – der von sich sagt, dass er alles gern isst – und natürlich die Gäste erwartet ein exquisites Mahl, kündigt Hoflößnitz-Chef Jörg Hahn an. Der gleichzeitig hofft, dass das Churfürstliche Gänseessen der Auftakt wird zu weiteren Veranstaltungen in der Hoflößnitz, bei denen es um die Geschichte der Weinberge geht, um die Persönlichkeiten, die hier ihre Spuren hinterlassen haben.

Erste Vorstellungen gibt es schon. Alles soll der Region und der Zeit entsprechen, die Speisenfolge soll je nach Anlass gewählt werden. Auch Magister Augustin Federspiel greift das auf. Natürlich passt ein königliches Mahl zu den Geschichten über Augusts Zeiten. Wildgerichte könnten aufregende Jagdszenen begleiten, ein galantes Menü die Überlieferungen von Liebe und Intrigen am sächsischen Hof.

Eine „wohlschmeckende“ Veranstaltungsreihe schwebt den Organisatoren vor, zu denen auch die Sächsische Zeitung gehört. Stattfinden soll das Festessen im Winzersaal des gerade sanierten Pressenhauses. Das ist nicht nur für Magister Augustin Federspiel eine Premiere.

Churfürstliches Gänseessen, Hoflößnitz Radebeul, 11./18./19. November 2016, 19 Uhr, Drei-Gang-Menü 49 Euro, Vier-Gang-Menü 59 Euro, Karten: SZ-Treffpunkt, Touristinfo Hoflößnitz, weitere bekannte Vorverkaufsstellen