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Deutschland & Welt

Vorsicht bei gefährlichen Strömungen

An Ost- und Nordsee sind für Badeunfälle oft sogenannte Rippströmungen verantwortlich. Gerät man in deren Sog, sollte man wissen, was zu tun ist.

In die Wellen zu springen, macht Spaß - im Meer lauern aber auch gefährliche Strömungen.
In die Wellen zu springen, macht Spaß - im Meer lauern aber auch gefährliche Strömungen. © Daniel Bockwoldt/dpa

Berlin. Wer im Badeurlaub ausgelassen im Meer schwimmt oder sich im Fluss abkühlt, muss dennoch immer vorsichtig sein. Denn gefährliche Strömungen sind für den Laien oft nicht erkennbar. Aber wie verhält man sich, wenn man trotzdem in den Sog gerät?

Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes rät, nicht gegen die Strömung in Richtung Ufer anzuschwimmen. Das führt in seltensten Fällen zum Erfolg und ist zudem sehr kräfteraubend.

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In Rückenlage treiben lassen

Sinnvoller ist es, sich in Rückenlage von der Strömung raustreiben zu lassen und dann parallel zu den Wellen aus dem Sog zu schwimmen. Vor allem bei sogenannten Rippströmungen, die die häufigste Ursache für Badeunfälle an Küsten sind, ist das oft die einzige Möglichkeit.

Rippströmungen entstehen, wenn Wellen an den Strand branden und das Wasser nicht zurückfließen kann, weil beispielsweise Felsen oder Sandbänke den Weg versperren. Ist etwa eine Sandbank an einer Stelle unterbrochen, fließt das Wasser dort mit großer Kraft zurück Richtung offene See - und zieht Schwimmer mit sich.

Menschen, die in eine Strömung geraten, sollten laut Wasserwacht zudem durch Hilferufe und Winken auf sich aufmerksam machen. Und auch wenn es schwer fällt, gilt immer: Ruhe bewahren.

Im Fluss diagonal zur Strömung schwimmen

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In Flüssen hingegen sollten Betroffene diagonal Richtung Ufer schwimmen. So kommt man vor allem leichter aus dem stark strömenden Bereich in der Mitte des Flusses heraus.

Besondere Vorsicht gilt bei Hindernissen wie großen Steinen oder Baumstümpfen. Denn sie können an der jeweiligen Stelle das Strömungsverhalten im Fluss plötzlich verändern. (dpa)

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