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Chemnitz

Vorsicht, Frau mit Seil auf dem Dach!

Die Chemnitzer Polizei hatte im vergangenen Jahr auch wiederholt Grund zur Freude - hier sind ihre witzigsten "Fälle".

© Symbolbild/Paul Sander
  • Zu Beginn des Jahres meldeten Anwohner in Chemnitz, dass sich eine junge Frau mit einem Seil auf einem Hausdach befinden würde. Eine Gefahr konnten die eingesetzten Beamten aber schnell ausschließen: Die junge Frau war die Schornsteinfegerin, die ihrer Arbeit nachging.

  • Großen Gefallen an seinem Faschingskostüm hatte ein sechsjähriger Junge im März in Burgstädt. Auch wenn der Aschermittwoch schon einige Tage zurück lag, war der Junge in einem Polizei-Kostüm unterwegs und ging in einem Geschäft allein „auf Streife“. Die großen Ordnungshüter brachten den „kleinen Kollegen“ schließlich wieder nach Hause. 
  • „Vier Personen sägen am Tor zu einem Vereinsgelände in Chemnitz-Gablenz“ lautete eine Mitteilung, welche die Polizei an einem Nachmittag im September erreichte. Mehrere Streifen eilten zum Ort und trafen auf mehrere Jugendliche. Einer von ihnen hatte sein Handy auf eine Säule des Tors gelegt. Der Schwerkraft folgend hatte sich das Telefon nach unten bewegt, war allerdings in die Säule gefallen. Nun rückte man(n) mit einer Säge der Säule zu Leibe, um wieder an das Handy zu gelangen. Auch wenn dies glückte, hatte es für den sägenden Protagonisten ein juristisches Nachspiel. Neben einer Anzeige wegen Sachbeschädigung wird er für den entstandenen Schaden aufkommen müssen.

  • Ein Mann aus Schwarzenberg verständigte an einem Abend im Februar die Polizei, dass ein schwarz gekleideter Mann auf einer Wiese in der Stadt Kerzen anzündete und immer wieder trotz Fahrverkehr auf die angrenzende Straße laufen würde. Die Beamten trafen vor Ort auf den Beschriebenen. Der junge Mann hatte am Valentinstag auf der Wiese ein Herz aus Teelichtern aufgestellt und diese angezündet. Ob die Dame seines Herzens sein Werk bereits gesehen hatte, ist nicht bekannt. 
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  • Zur Mittagsstunde hatte sich im September in Geringswalde ein Mann mit Hammer und Meißel an einem Automaten zu schaffen gemacht. Anwohner riefen die Polizei. Im Grundsatz bestätigte sich den Polizisten vor Ort der Sachverhalt. Der vermeintliche Missetäter war jedoch der Eigentümer des Hauses, an dessen Wand sich ein betagter Kaugummispender befand. Er wollte die Fassade streichen lassen und deshalb sollte der Automat weichen.

  • 90 Minuten nach Mitternacht wurden Polizisten im Juni in die Scheffelstraße in Chemnitz-Helbersdorf gerufen, da ein Mann auf dem Gehweg ein Feuer entfacht hatte. Vor Ort eingetroffen, ertappten die Beamten einen jungen Mann, der  tatsächlich Spiritus entzündet hatte – um sich einen Fisch zu garen. Seine sichtliche Alkoholisierung habe ihn offenbar den Unterschied zwischen dem Gehweg und der Küche nicht erkennen lassen, heißt es launig im Polizeibericht.  

  • Ein Reh im Pool ließ die Polizei im Juli in Döbeln zum Einsatz kommen. Da das Tier von selbst den Beckenrand nicht erklimmen konnte, lieh sich einer der Polizisten eine Badehose, sprang ins Wasser und brachte das Reh an Land. Unverletzt suchte es sofort das Weite. (SZ)