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Vorsicht vor gefährlichen Zecken

Die Wanderzeit hat begonnen, und irgendwie wandert immer ein bisschen Angst mit. Angst vor einem gefährlichen Zeckenbiss. 

Nach dem trockenen Sommer im vergangenen Jahr wird mit einer regelrechten Invasion gerechnet. Die Zecken haben gefährliche Viren und Bakterien in sich: FSME – Frühsommer Meningoenzephalitis und Borreliose. © pixabay.com

Jedes Jahr ein neues FSME-Risikogebiet! Nachdem bereits im vergangenen Jahr der an Dresden grenzende Landkreis Bautzen vom Robert-Koch-Institut als gefährdeter Bereich eingestuft worden war, steht seit Jahresbeginn nun auch der Landkreis Sächsische-Schweiz/Ost-Erzgebirge auf dieser Liste. Hier ist die Gefahr damit größer, von einer tatsächlich mit FSME infizierten Zecke gebissen zu werden. Die Viruserkrankung kann zur gefährlichen Hirnhautentzündung führen. Doch gegen FSME – die tödlich verlaufen kann – gibt es bekanntlich eine Schutzimpfung, die in den Risikogebieten auch von den Krankenkassen bezahlt wird. 

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Am Feiertag in die Apotheke

Die Bahnhof-Apotheke hat 365 Tage im Jahr geöffnet. Auch an Feiertagen bis 22 Uhr. 

Gegen die Lyme-Borreliose – die von Bakterien übertragen wird und Gelenke, das Nervensystem und auch das Herz angreifen kann - hingegen gibt es keine Impfung. Allerdings gibt es sehr wirksame Zeckenschutzmittel, die vorsorglich auf die Haut aufgetragen werden können, verweist Apothekerin Dr. Katja Scarlett Daub auf Schutzmaßnahmen. Die Inhaberin der City-Apotheken Dresden und hat ihre Mitarbeiter natürlich auf die in den nächsten Wochen ansteigende Nachfrage eingestellt. „Wir können im Beratungsgespräch neben Tipps wie dem Tragen langer Hosen und heller Kleidung beim Wandern - selbstverständlich das für jeden passende Mittel finden“, macht die Apothekerin deutlich. „Die besten Mittel wehren Zecken dabei bis zu sechs Stunden lang zuverlässig ab!“ Unter den enthaltenen Wirkstoffen haben sich synthetische Substanzen wie DEET, EBAAP und Icaridin als effektiv erwiesen. „Ätherische Öle sind dagegen wenig wirksam, einige reizen zudem die Schleimhäute.“

Interessant sind synthetische Substanzen übrigens auch für Hundebesitzer, macht Dr. Daub deutlich. „Für Hunde gibt es speziell zugelassene Mittel gegen Zecken – und anders als beim Menschen, bei denen die Zecke durch die Mittel vertrieben wird, wirken die beim Tier eingesetzten Mittel abtötend auf die Zecken.“ Die Wirkung der Präparate zum Beispiel mit dem Wirkstoff Fipronil hält beim Hund etwa vier Wochen an.

Wer beim Wandern dennoch von einer Zecke gebissen wurde, sollte die betroffene Stelle genau im Blick behalten. Bildet sich zum Beispiel ein großer, roter Kreis um den Biss, deutet das auf eine mögliche Infektion mit Borrelien hin. „Dann muss man dringend zum Arzt!“, so Dr. Daub.

© CITY Apotheken Dresden