Vorverkauf für Sächsisches Wort des Jahres

Die Irrtümer über das Sächsische sind weit verbreitet. Allein, dass viele Nichtsachsen denken, das Wörtchen „nu“ würde „nein“ bedeuten, führt zu vielen Missverständnissen. Dabei kann „nu“ in und um Dresden durchaus als Zustimmung gewertet werden. Ein „nee“ dagegen muss nicht „nein“ heißen, sondern kann ein „ja“ oder sogar ein begeistertes „ja“ sein.
Um den sprachlichen Irrtümern entgegen zu wirken, muss der Dialekt nach wie vor nicht nur erklärt, sondern gelehrt werden. Der Aufklärung über die Sprache der Sachsen hat sich seit Jahren die „Ilse-Bähnert-Stiftung“ verschrieben. Seit 2008 kürt sie jährlich das „Sächsische Wort des Jahres“. Immer am 3. Oktober, am Tag der Deutschen Einheit, zeichnen die Initiatoren bei einer Matinee das bedrohte, das schönste und das beliebteste sächsische Wort des Jahres aus. Auch in diesem Jahr findet die Sachsen-Gala im Dresdner Schauspielhaus statt. Mit dabei der Schauspieler Tom Pauls.
Ab Mai können Sachsen wieder ihre Wortvorschläge bei der Sächsischen Zeitung und bei MDR-Sachsen einreichen. Ende August tagt dann die Jury und wählt die Siegerwörter aus. Im vergangenen Jahr wurden über 3.000 Vokabeln eingeschickt, budzsch, äscha und Bemme gewannen. (SZ)
Karten gibt es ab 13. März 10 Uhr:
- in den SZ-Lokalen
- unter www.sz-ticketservice.de
- und Telefon 0351 48642002.