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Sachsen

VVO kündigt Vertrag mit der Städtebahn 

Das Unternehmen hatte den Zugbetrieb auf vier Strecken rund um Dresden  eingestellt. Nun plant der Verkehrsverbund eine Notvergabe.

© René Plaul

Dresden. Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) hat den Vertrag mit der Städtebahn Sachsen GmbH gekündigt. Damit mache der Verbund von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch, teilte der VVO am Sonntag mit. Die Städtebahn hatte in der Nacht zum Donnerstag den Betrieb auf ihren vier Strecken Dresden-Kamenz, Dresden-Königsbrück, Sebnitz-Pirna und durch das Müglitztal nach Altenberg eingestellt.

Der Vertrag zwischen VVO und Städtebahn sieht vor, dass es bei 72 Stunden ohne Zugverkehr ein Sonderkündigsrecht gibt. Davon hat der Verbund nun Gebrauch gemacht. "Der VVO nimmt jetzt Kontakt mit geeigneten Eisenbahn-Unternehmen auf, damit nach einer Notvergabe schnellstmöglich der Zugverkehr auf den Strecken des Dieselnetzes wieder aufgenommen wird", sagt VVO-Sprecher Christian Schlemper. Vorerst fahren Ersatzbusse auf den betroffenen Strecken.

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Die Städtebahn Sachsen fuhr seit Ende 2010 im Auftrag des VVO. Der Verbund schrieb, er habe aus der Pressemitteilung der Städtebahn von der Fahrbetriebseinstellung erfahren, und forderte das Unternehmen auf, die Verträge zu erfüllen.  

Die Städtebahn begründete den Stopp damit, dass der Vermieter ihrer 16 Züge den Mietvertrag gekündigt habe. Die Fahrzeuge gehören Alpha Trains in Köln. Vorher habe es Streit darum gegeben, wer die „Vegetationsschäden“ an den Zügen durch Kollisionen mit umgestürzten Bäumen bezahlt. Die Städtebahn warf der Deutschen Bahn vor, ihren Verpflichtungen bei der Instandhaltung der Gleise nicht nachzukommen. 

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Die Deutsche Bahn wiederum zeigte sich wie der VVO empört über die kurzfristige Betriebseinstellung der Städtebahn. Die Vorwürfe seien haltlos und die Probleme dieser Firma seien „mitnichten nur infrastruktureller Art“.

In Ostsachsen fahren außer Deutscher Bahn und Städtebahn auch die Netinera-Töchter Odeg und Trilex. 

Der Notfahrplan: online oder telefonisch bis 19 Uhr unter 0351 825 65 55

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