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E-Golf-Produktion wird hochgefahren

Die Diskussion um Fahrverbote und die Dieselkrise kurbelt den Verkauf von Elektroautos in Deutschland an. In der Gläsernen Manufaktur gibt es deshalb bald eine zweite Schicht und noch viel weitreichendere Pläne.

© kairospress

Nora Miethke

Dresden. Die Diskussion um Fahrverbote und die Dieselkrise kurbelt den Verkauf von Elektroautos in Deutschland an. Die Neuzulassungen haben sich im Oktober und September im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Der meistverkaufte Stromer war im September der e-Golf von VW.

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E-Golf wird in der Manufaktur gebaut

In der Gläsernen Manufaktur in Dresden wird seit Anfang 2017 der E-Golf gebaut.Thomas Kretschel /kairospress
In der Gläsernen Manufaktur in Dresden wird seit Anfang 2017 der E-Golf gebaut.Thomas Kretschel /kairospress
Am 3. April 2017 ist der erste elektrisch angetriebene Golf in Dresden vom Band gelaufen.Thomas Kretschel /kairospress
Am 3. April 2017 ist der erste elektrisch angetriebene Golf in Dresden vom Band gelaufen.Thomas Kretschel /kairospress
Das Auto wird im Lichttunnel der Manufaktur für den Käufer vorbereitet.Thomas Kretschel /kairospress
Das Auto wird im Lichttunnel der Manufaktur für den Käufer vorbereitet.Thomas Kretschel /kairospress
Der 1. E-Golf ist von einem Autofahrer aus Norwegen gekauft worden.Thomas Kretschel /kairospress
Der 1. E-Golf ist von einem Autofahrer aus Norwegen gekauft worden.Thomas Kretschel /kairospress
Nach dem Ende der Phaeton-Produktion in Dresden wurde die Manufaktur umgebaut.Thomas Kretschel /kairospress
Nach dem Ende der Phaeton-Produktion in Dresden wurde die Manufaktur umgebaut.Thomas Kretschel /kairospress
Das Auto, dass jetzt dort gebaut wird, ist kleiner ...Thomas Kretschel /kairospress
Das Auto, dass jetzt dort gebaut wird, ist kleiner ...Thomas Kretschel /kairospress
... mit seinem Elektroantrieb aber umweltfreundlicher als der Phaeton.Thomas Kretschel /kairospress
... mit seinem Elektroantrieb aber umweltfreundlicher als der Phaeton.Thomas Kretschel /kairospress
Der erste E-Golf aus Dresden hat natürlich das Interesse der Medien erregt.Thomas Kretschel /kairospress
Der erste E-Golf aus Dresden hat natürlich das Interesse der Medien erregt.Thomas Kretschel /kairospress
Das Auto lockt aber auch die Kunden - VW plant die Erweiterung der Produktion, um die Nachfrage zu befriedigen.Thomas Kretschel /kairospress
Das Auto lockt aber auch die Kunden - VW plant die Erweiterung der Produktion, um die Nachfrage zu befriedigen.Thomas Kretschel /kairospress
Für den batteriebetriebenen VW Golf ...Thomas Kretschel /kairospress
Für den batteriebetriebenen VW Golf ...Thomas Kretschel /kairospress
... ist eigens auch eine Ladestation an der Manufaktur gebaut worden.Thomas Kretschel /kairospress
... ist eigens auch eine Ladestation an der Manufaktur gebaut worden.Thomas Kretschel /kairospress

Die Nachfrage wächst so stark, dass die Mitarbeiter in der Gläsernen Manufaktur in Dresden mit der Produktion nicht hinterherkommen. Ab März 2018 soll deshalb eine zweite Schicht eingeführt werden, wie die SZ aus internen Kreisen erfuhr. Ein Manufaktur-Sprecher wollte sich zum jetzigen Zeitpunkt dazu nicht äußern. Derzeit werden in Dresden täglich 35 e-Golfs gefertigt, dann wären es 70 Fahrzeuge pro Tag. Dadurch wird es möglich, dass ein Großteil der Fertigungsmitarbeiter, die vorübergehend im Werk Zwickau arbeiten, zurückkehren kann. Etwa 250 Produktionsmitarbeiter sind bereits wieder da. Insgesamt stehen auf dem Lohnzettel der Manufaktur 500 Mitarbeiter. Ob es dabei bleibt trotz steigender Nachfrage nach e-Golfs , ist jedoch ungewiss. Der VW-Markenvorstand hat in dem 2016 verabschiedeten Zukunftspakt auch „Anpassungsmaßnahmen“ bei der Beschäftigung in den sächsischen Werken verlangt.

Die zweite Schicht könnte den Eventbereich in der Gläsernen Manufaktur weiter beflügeln, wenn von 6 bis 22 Uhr produziert wird und bei Abendveranstaltungen hinter Glas die Karosserien hin und her schwenken. Das war das letzte Mal im Jahr 2011 der Fall, als die Phaeton-Produktion ihren Rekord erreichte.

Aber das ist nicht die einzige Veränderung, die VW in Sachsen plant. Laut einem Medienbericht soll das Werk in Zwickau ein reiner Standort für den Bau von E-Autos verschiedener Konzernmarken werden. Laut einem Medienbericht könnte der Aufsichtsrat am Freitag die dafür notwendigen Investitionen bewilligen. Im Gegenzug sollen laut dem Bericht die Produktionen von Passat und Golf in die Werke Wolfsburg und Emden verlagert werden.

Im sächsischen Wirtschaftsministerium begrüßt man die sich anbahnenden Entscheidungen. „Eine zweite Schicht für die Gläserne Manufaktur wäre ein gutes Zeichen für Dresden. Damit würde VW sein Versprechen halten, dass die Produktionsmitarbeiter zurück an den Standort Dresden kommen“, so Wirtschaftsminister Martin Dulig. Bezüglich der Pläne für Zwickau meint er: „Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Ich bin auf die Entscheidung am Freitag sehr gespannt – für die Region Zwickau im Besonderen, aber auch für den gesamten Automobilstandort Sachsen.“ Er geht davon aus, dass eine solche Entscheidung den Standort Sachsen im Konzern langfristig stärken würde.