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Wächterpreis für Sächsische Zeitung

Für ihre Artikel zum Thema Pegida haben drei Reporter der SZ den Journalistenpreis der Stiftung „Freiheit der Presse“ bekommen. In den Texten ging es um die Anfänge der populistischen Protestbewegung.

© Screenshot: szo

Bad Vilbel/Dresden. Drei Journalisten der Sächsischen Zeitung haben eine der renommiertesten Auszeichnungen für Zeitungen bekommen, den „Wächterpreis der deutschen Tagespresse“. Das teilte die Stiftung „Freiheit der Presse“ am Mittwoch im hessischen Bad Vilbel mit.

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Alexander Schneider, Tobias Wolf und Ulrich Wolf von der „Sächsischen Zeitung“ sind mit dem zweiten Preis geehrt worden. In einer Serie von Artikeln setze sich das Reporter-Team mit politischen Entwicklungen in Sachsen auseinander, maßgeblich ausgelöst durch die Pegida-Kundgebungen.. Ausgezeichnet wurden die Beiträge „Das krumme Leben des Pegida-Chefs“ vom 2. Dezember 2014, „Pegida - wie alles begann“ vom 22. Dezember 2014 sowie „CDU-Politiker treffen Pegida-Anhänger“, in der „Sächsischen Zeitung“ erschienen am 9. März 2015. In ihren Texten hätten die Journalisten die Ereignisse und Hintergründe vor Ort beschrieben und so die öffentliche Aufmerksamkeit auf ein gesellschaftlich „bedrohliches Phänomen“ gelenkt, urteilte die Jury.

Geehrt werden mit dem Wächterpreis „couragierte Reporter, die in Wahrnehmung von staatsbürgerlichen Rechten“ unter anderem Missstände in der Gesellschaft aufdeckten. Der Preis wird derzeit jährlich als ein erster, zweiter und dritter Preis vergeben wird, jeweils dotiert mit 10 000 Euro, 6 000 Euro und 4 000 Euro. Den zweiten Preis teilen sich die drei Dresdner Journalisten mit Matthias Meisner vom Berliner „Tagesspiegel“, der sich ebenfalls mit Pegida auseinandergesetzt hat.

Den ersten Preis erhielt in diesem Jahr die Journalistin Pia Heinemann. Mit der Auszeichnung wird die stellvertretende Leiterin des Wissens-Ressorts der Zeitung „Die Welt“ für ihren Artikel „Pauschales Versagen“ über Fehlentwicklungen im deutschen Krankenhauswesen geehrt, teilte die Stiftung „Freiheit der Presse“ mit. Heinemanns Text beschreibe die Unzufriedenheit der deutschen Ärzte über die Klinikstrukturen, die dazu führten, dass zu teuer, zu ineffizient und mitunter sogar gesundheitsgefährdend gearbeitet werde. Der erste Preis ist mit 10 000 Euro dotiert.

Der dritte Preis (4 000 Euro) wird an vier Journalisten der Wochenzeitung „Die Zeit“, Anne Kunze, Bettina Malter, Stephan Lebert und Fritz Zimmermann, verliehen. Mit ihren Recherchen zu den Problemen des Mindestlohns haben die Preisträger der Jury zufolge auf „ein massives Auseinanderklaffen von Gesetz und Arbeitswirklichkeit“ aufmerksam gemacht.

Die Preisträger wurden von der Jury unter dem Vorsitz von Hermann Rudolph, dem ehemaligen Herausgeber des „Tagesspiegels“, ausgewählt. Die Preise werden am 10. Mai im Frankfurter Römer überreicht. Die Stiftung „Freiheit der Presse“ vergibt die Auszeichnung in diesem Jahr zum 47. Mal. (szo mit epd)

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