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Wälder noch immer unsicher

Die Stadt Waldheim warnt vor dem Betreten von Parks und Wäldern. Auch beim Aufräumen gilt es, Vorsicht walten zu lassen.

© Dietmar Thomas

Von Andreas Neubrand

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Waldheim. Es ist fast zwei Wochen her, dass Orkantief Friederike auch über Waldheim hinwegfegte und noch immer sind nicht alle Sturmschäden in den Wäldern beseitigt. Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) warnt seine Bürger noch einmal ausdrücklich vor Besuchen im Wald. „Den Kindergärten haben wir schon gesagt, dass sie mit ihren Gruppen nicht in den Wald können. Die Kinder haben das sofort verstanden“, sagte er. Nun hofft er auch auf die Einsicht der erwachsenen Waldheimer. Auf ihrer Internetseite hat die Stadt ebenfalls einen entsprechenden Appell veröffentlicht.

Dirk Tenzler, zuständig für den Privat- und Körperschaftswald in der Region Döbeln, rät derzeit ebenfalls entschieden von Spaziergängen im Wald ab. Er erinnerte private Waldbesitzer an die Pflichten und Regeln, die einzuhalten sind. „Als Erstes sollten die Eigentümer umgehend prüfen, ob sie vom Sturmereignis betroffen sind und welches Ausmaß die Schäden haben“, so Tenzler. Sollten die Besitzer Schäden gefunden haben, so gelte zunächst, Ruhe zu bewahren. Außerdem rät er, sich im Zweifelsfall mit dem zuständigen Betreuungswaldrevierleiter zu verständigen, bevor die Besitzer selber aktiv werden. Denn „Sturmholz ist gefährliches Terrain“, so Dirk Tenzler. „Bei der Räumung kommt es deswegen immer wieder zu schweren Unfällen. Viele Äste stehen unter Spannung und können beim Zerteilen blitzartig aufplatzen.“

Deswegen sollte die Aufarbeitung von Sturmholz unbedingt Fachleuten überlassen werden. Förster Tenzler rät ebenfalls davon ab, das Bruchholz in Eigenregie mit der Motorsäge zu bearbeiten. „Es sei denn, man ist im Umgang mit dem Sägen von Holz, das unter Spannung steht, geübt“, so Dirk Tenzler.