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Wälder und Loipen teilweise gesperrt

Vor allem Langläufer müssen sich im Erzgebirge vor umstürzenden Bäumen hüten. Beim Betreten der Wälder herrscht Lebensgefahr.

Egbert Kamprath © Archivbild: dpa/Arno Burgi

Klingenthal. Weil Bäume unter der Schneelast einbrechen, sind im Erzgebirge immer mehr Wälder gesperrt. Nun ist auch südlich von Dippoldiswalde im Osten der Region der Zugang untersagt. Es herrsche Lebensgefahr, die Wälder sollten in den kommenden Tagen auf keinen Fall betreten werden, erklärte ein Sachsenforst-Sprecher am Samstag. Die Schneebruchgefahr sei durch die steigenden Temperaturen noch einmal stark gestiegen, hieß es. Regen und nasser Schnee belasteten die bereits verschneiten Bäumen zusätzlich. Den Angaben zufolge drohen in den Wäldern Äste und Kronenteile abzubrechen und ganze Bäume umzustürzen. Zuerst waren im Mittel- und Westerzgebirge Verbote ausgesprochen worden.

Auch im Vogtlandkreis hat das Landratsamt am Samstag wegen akuter Schneebruchgefahr die Wälder sperren lassen. Betroffen sind unter anderem Schöneck und Klingenthal, Morgenröthe-Rautenkranz sowie Markneukirchen. Auch die bekannte Kammloipe bleibt geschlossen, alternativ wird den Angaben zufolge die Sonnenlopie in Klingenthal für Langläufer gespurt. Die Skilifte Mühlleiten und Jägerstraße rüsten sich unterdessen für einen Ansturm - bei Pulverschnee und einem halben Meter Schnee.

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Die Schneemassen behinderten teilweise auch den Zugverkehr. Wie die Länderbahn mitteilte, stieß im Vogtland bei Zwotental ein Zug der Vogtlandbahn mit einem Baum zusammen. Den Angaben zufolge wurde der Zug beschädigt, verletzt wurde niemand. Wegen Schnee und Eis ist die Strecke zwischen Zwickau und dem tschechischen Sokolov auf dem Abschnitt zwischen Falkenstein und Kraslice unterbrochen.

In sächsischen Skigebieten sind die Loipen wegen Schneebruchs nicht alle zu befahren. So bleiben etwa die Loipen um den Kahleberg und die Scharspitze bei Altenberg (Osterzgebirge) gesperrt. "Unsere Kollegen waren in den letzten beiden Tagen unterwegs, um die Wälder von Schneebruch zu beräumen", hieß es am Samstag in dem Wintersportbericht des Wintersportortes Altenberg. In der Nacht seien so viele Bäume umgebrochen, dass keine Loipe durchgängig zu nutzen sei. Hingegen sind die Lifte in Altenberg und Geising geöffnet. In Rehefeld hat zwar der Sessellift geschlossen, auf beim Schlepplift könnte der Betrieb wegen Schneebruchs unterbrochen werden, hieß es.

Zwar hat sich die Lage in Sachsen nach den massiven Schneefällen der vergangene Tage entspannt. "Wir stehen aber unmittelbar vor neuem Neuschnee", sagte eine Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Leipzig. Von Samstagnachmittag bis zum Sonntagnachmittag können in den Kammlagen über 800 Meter noch einmal bis zu 20 Zentimeter Neuschnee hinzukommen. "Danach muss auch das Gebirge mit Tauwetter rechnen", so der DWD-Sprecher. (dpa)