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Bauen und Wohnen

Wäschetrockner sinnvoll oder nicht?

Zweifellos bietet das Trocknen der Wäsche im Wäschetrockner einige deutliche Vorteile. 

© stevepb

So geht der Waschvorgang insgesamt deutlich schneller vonstatten als wenn die Wäsche auf der Leine oder auf der Wäschespinne getrocknet wird: In aller Regel können die Kleidungsstücke bereits am nächsten Tag schon wieder getragen werden. Und auch das leidige Bügeln ist bei vielen Stücken nicht mehr nötig. Allerdings haben Wäschetrockner auch einen gravierenden Nachteil: die Wäsche kann einlaufen, was sich allerdings mit einfachen Mitteln verhindern lässt.

Wer sich vor dem Kauf über die verschiedenen Arten von Wäschetrocknern informieren möchte, findet zum Thema zahlreiche nützliche Tipps im Netz. Die Webseite haushalt-aktuell.com zeigt die besten Wäschetrockner in verschiedenen Ausführungen und gibt viele nützliche Tipps.

Wie funktioniert ein Wäschetrockner?

Wäschetrockner funktionieren alle recht ähnlich. Der Besitzer gibt die Wäsche unmittelbar nach dem Waschen in den Trockner, der die noch feuchten Kleidungsstücke durch warme Luft trocknet. Dieses Grundprinzip ist bei allen Arten von Wäschetrocknern gleich. Im Detail unterscheiden sich die verschiedenen Typen von der Funktion her aber sehr wohl.

Für die optimale Trocknung ist auch Bewegung notwendig, weshalb sich die im Wäschetrockner eingebaute Trommel ständig bewegt. Grundsätzlich gilt, dass der Energieverbrauch eines Gerätes umso größer ist, je aufwändiger es arbeitet.

Diese Typen von Wäschetrocknern gibt es

Die verschiedenen Arten von Wäschetrocknern unterscheiden sich in erster Linie hinsichtlich ihrer Technik, von welcher wiederum der Energieverbrauch abhängt. Folgende Typen sind erhältlich:

Der Kondensaktionstrockner

Bei einem Kondensaktionstrockner wird die Luft im Inneren des Gerätes erhitzt, die Feuchtigkeit aus der Wäsche wird also von der Luft aufgenommen. Anschließend wird die feuchte Luft durch die kühlere Umgebungsluft wieder abgekühlt, sodass die Feuchtigkeit, welche anschließend in einem Behälter aufgefangen wird, kondensieren kann.

Dieser Behälter muss nach jedem Trockenvorgang geleert werden. Prinzipiell kann der Kondensaktionstrockner überall aufgestellt werden, so lange ein Fenster in der Nähe ist, damit die Abluft über einen Schlauch ins Freie geleitet werden kann.

Der Wärmepumpentrockner

Der Wärmepumpentrockner vereint eine gute Leistung mit hervorragenden Energieeffizienz-Werten in einem Gerät. Weil die Geräte nach dem Kondensaktionsprinzip funktionieren, werden sie auch gerne als Kondensaktionstrockner mit Wärmepumpe behandelt. Ausgestattet sind diese Trockner mit einer Pumpe, die für eine Erhitzung der Luft sorgt.

Zudem sorgt diese Pumpe auch dafür, dass die feuchte Luft abkühlt und Kondenswasser entsteht, welches direkt in den Abwasserkanal geleitet wird. Dank dieser Technik arbeiten Wärmepumpentrockner um bis zu 45 Prozent energieeffizienter als Kondensaktionstrockner.

Der Ablufttrockner

Ablufttrockner zählen zu den beliebtesten Wäschetrocknern überhaupt, weil sie äußerst günstig erhältlich sind. Ausgestattet sind diese Geräte mit einem Schlauch, der die feuchte Luft ableitet. Allerdings lassen sich Ablufttrockner nicht beliebig aufstellen, es muss ein Fenster oder eine andere Öffnung in der Nähe sein, sodass die Luft über den Schlauch abgeleitet werden kann.

Diese Art Trockner darf nicht in der Nähe von Heizungsanlagen oder Feuerstätten aufgestellt werden. Der Grund: In diesem speziellen Fall können sich schädliche Gase bilden.

Der Waschtrockner

Der Waschtrockner bietet den großen Vorteil, dass er in sich zwei Geräte vereint: Der Besitzer kann mit diesem Gerät waschen, trocknen oder beide Arbeitsschritte hintereinander erledigen lassen. Waschtrockner arbeiten ebenfalls nach dem Prinzip der Wasserkondensation.

Der Besitzer benötigt also lediglich einen Stromanschluss sowie einen Wasserzulauf und Wasserablauf, damit er das Gerät in Betrieb nehmen kann.

Wenn in der Wäscherei etwas schief geht

Wie groß die Gefahr ist, dass ein Wäschestück im Trockner einlaufen könnte, hängt in erster Linie vom Material ab. Ob sich ein Kleidungsstück für das Trocknen im Wäschetrockner eignet, ist am Etikett des jeweiligen Kleidungsstückes ersichtlich. Generell gilt dabei: Bei Kleidungsstücken aus Baumwolle ist die Gefahr, dass sie einlaufen könnten, denkbar gering. Anders sieht es bei Stücken aus Polyester aus – hier ist die Gefahr relativ groß. Und Wolle gehört auf keinen Fall in den Wäschetrockner, weil diese mit Sicherheit einlaufen wird.

Deshalb müssen die Mitarbeiter einer professionellen Wäscherei die Kleidungsstücke auch gut prüfen, bevor sie diese in den Trockner stecken. Denn rein juristisch betrachtet schließt der Kunde mit der Reinigung einen Werkvertrag ab, der auch Schadenersatzansprüche begründen kann. Eine nähere Info zur Rechtslage, wenn die Wäscherei etwas kaputt macht, finden betroffene Verbraucher unter anderem auf diversen juristischen Ratgeberseiten.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur Lars Seefried.