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Wahl der Weinkönigin wieder in Weinböhla

Nach vier Ausgaben in der Coswiger Börse kehrt das Großereignis für dieses Jahr in den Zentralgasthof zurück. Zu einem besonderen Jubiläum.

© Claudia Hübschmann

Von Ulrike Keller

Weinböhla. Den 5. November hat sich Franziska Spiegelberg schon dick im Kalender angestrichen. Die einstige sächsische Weinkönigin will keinesfalls verpassen, wenn die Wahl der Majestäten wieder einmal in ihrem Heimatort stattfindet. Die Weinböhlaerin war 2011 die vorerst letzte Hoheit, die ihre königlichen Insignien im Zentralgasthof entgegennahm. „Für mich war es schön und wichtig, hier gewählt zu werden“, sagt sie. „Der Zentralgasthof ist Teil meines Zuhauses.“

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Dass das Großereignis nach elf Weinböhla-Jahren in die Coswiger Börse zog, hatte verschiedene Gründe. Als maßgeblich gilt, dass der Weinbauverband 2011 unzufrieden mit dem Catering war.

Im Folgejahr soll die Börse mit einem günstigeren Angebot überzeugt haben. Weshalb man wechselte – und schließlich blieb. „Die Börse ist super, das Catering ist super“, lobt Weinbauverbandschef Christoph Reiner.

Initiative vom Bürgermeister

Für dieses Jahr kehrt die Interessenvertretung der Mitgliedswinzer allerdings gern nach Weinböhla zurück. Die Initiative ging dabei vom dortigen Gemeindechef Siegfried Zenker (CDU) aus. „Ich will Coswig nichts wegnehmen“, betont er. „Es ist eine Ausnahme für unser Jubiläumsjahr.“ Denn Weinböhla feiert 666 Jahre urkundliche Ersterwähnung. Wie übrigens die Nachbarkommune Coswig auch. Diese zeigt sich zum gemeinsamen Schnapszahlgeburtstag jedoch großzügig. „Über die Wahl der Weinkönigin entscheidet der Weinbauverband“, heißt es aus dem Rathaus.

Christoph Reiner unterstreicht, dass man eine ganz neue Truppe im Verbandsvorstand sei. „Wir haben keine negative Erfahrungen in Weinböhla gemacht“, sagt er. Die Veranstaltungsräumlichkeiten seien in Größe und Ausstattung recht vergleichbar. Auch Franziska Spiegelberg bescheinigt beiden Adressen Charme, schon durch die hohen Decken und den Rang.

Wie der Chef des Weinbauverbands berichtet, habe ihm Siegfried Zenker ein sehr ordentliches Angebot unterbreitet, sodass man ihm gern entgegen gekommen sei. Für die diesjährige Wahl kündigt Christoph Reiner ein modernes, spannendes Rahmenprogramm an. „Wir werden den Abend noch stärker ausfüllen“, verrät er.

Hoffnung auf viele Bewerbungen

Die ersten Vorbereitungen laufen. Nach geeigneten Kandidatinnen hält der Verband bereits Ausschau. Mit mehreren habe man schon gesprochen. „Ich hoffe, dass sich viele von ihnen bewerben“, so Reiner. Dem Weinböhlaer Bürgermeister hat er als Hausaufgabe aufgegeben, nach einer Anwärterin aus der Gemeinde die Augen offen zu halten.

Weinböhlas Winzer haben das Anliegen längst auch an „ihre Franzi“ herangetragen. Sie verspricht, sich ebenfalls umzuhören und bis zuletzt mit zu suchen. Doch momentan sei es noch etwas früh dafür. „Das findet sich alles bei den Festen und in den Weinbergen.“

Über die Weinkönigin-Wahl im Zentralgasthof freut sie sich enorm. Damit bekäme Weinböhla wieder eine Chance. Ginge es nach ihr, würde die Austragungsstätte sogar öfter wechseln. „Ideal wäre es, wenn jede Kommune einen ausreichend großen Saal hätte“, sagt die 24-Jährige. „Dann könnte die Abkrönung zu Ehren der Weinkönigin immer in deren Heimatort stattfinden.“