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Meißen

Wahlen werden nicht an Laternen gewonnen

Jürgen Müller über den Sinn von Wahlplakaten.

© SZ Fotomontage

Die FDP beschwert sich bitter darüber, dass einige ihrer Wahlplakate abgehängt wurden. Das ist in der Tat ärgerlich und zeigt die Verrohung der Sitten. Und es ist leider keine Ausnahme. Betroffen sind alle Parteien. Strafanzeigen gegen Unbekannt sind zwar legitim, bringen aber in der Regel nichts. 

Denn meist werden die Täter nicht erwischt und liegt der Schaden – oft sind nur die Aufhänger durchschnitten – im einstelligen Eurobereich. Da hält sich der Ermittlungsaufwand der Polizei in engen Grenzen. Die hat wahrlich Wichtigeres zu tun.

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Generell stellt sich die Frage nach Sinn und Unsinn von Wahlplakaten. Es gibt keinerlei Erhebungen darüber, wie viele Menschen sich durch Wahlplakate in ihrer Entscheidung beeinflussen lassen. Die Zahl dürfte aber sehr überschaubar sein. Mit den platten Sprüchen und abgedroschenen Phrasen dürften Wahlplakate eher kontraproduktiv wirken.

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Die Meißner FDP sollte sich mal mit ihren Lommatzscher Kollegen in Verbindung setzen. Die verzichteten bei den Stadtratswahlen im Mai komplett auf Plakatierung. Die Kandidaten spendeten stattdessen ihr Wahlkampfgeld und unterstützten den Kindergarten und das Spielleuteorchester. Das ist doch mal eine richtig gute Idee, zum Nachahmen für alle Parteien empfohlen. „Wahlen werden nicht an Laternen gewonnen“, hieß es damals aus Lommatzsch. Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen.

E-Mail an Jürgen Müller

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