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Wahlkampf-Frühstart durch Die Linke

In Dresden dürfen die Parteien ab Samstag für die Bundestagswahl werben. Die Linke nimmt es offenbar nicht so genau mit dem Termin.

© Stefan Becker

Dresden. Weiße Schrift auf roten Grund, dazu geschwärzte Worte und fertig zeigt sich der Werbe-Slogan der Partei Die Linke den Dresdnern. Mögen Optik und Inhalt auch Geschmacksache sein, so gilt das nicht für den Termin der ersten Veröffentlichung: „Ab dem 19. August ist Wahlwerbung im öffentlichen Verkehrsraum erlaubt“, heißt es aus dem Rathaus.

Ab dem kommenden Samstag dürfen alle zur Bundestagswahl zugelassenen Parteien im großen oder kleinen Stil für sich werben: Laternenpfähle behängen, Werbewände bekleben und Aufsteller auf Freiflächen an markanten Stellen in der Stadt platzieren. Wie zum Beispiel an der Südseite der Marienbrücke, der Washingtonstraße oder entlang der Budapester Straße. Dort wirbt Die Linke schon jetzt für sich. „Die Parteien werden vom Straßen- und Tiefbauamt angeschrieben und aufgefordert Wahlwerbung zu entfernen, die vorzeitig angebracht wurde“, kommentiert das Rathaus die roten Botschaften an die Bürger.

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„Die Großflächen werden von einem zentralen Dienstleister aufgestellt“, erklärt Linke-Chef Jens Matthias den Wahlwerbe-Fauxpas. „Und dort sind sie offensichtlich mit den unterschiedlichen Terminen der verschiedenen Kommunen durcheinander gekommen.“

Kommt dann das Plakat erst wieder für ein paar Tage in den Schuppen, so hat es seine Wirkung doch nicht verfehlt – ganz im Gegenteil. (szo/stb)