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Weißwasser

Waldbesitz bringt kaum Geld ein

Die Gemeinde Krauschwitz besitzt 18,5 Hektar Wald. Doch die Splitterflächen kosten mehr, als sie an Erträgen bringen.

© Symbolfoto: Uwe Schulz

Von Sabine Larbig

Krauschwitz. Die fast 20 Hektar große Kommunalwaldfläche der Gemeinde ist keine zusammenhängende Fläche, die eine Bewirtschaftung attraktiv macht. Erschwerend hinzu kommen Probleme mit dem Unterhalt von (Wander-)Wegen, noch offene Maßnahmen nach dem begonnenen Waldumbau im Bereich hinter dem Sportplatz an der örtlichen Oberschule sowie eine angespannte Holzmarktsituation durch den Borkenkäfer. 

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Laut Einschätzung der zuständigen Revierförsterin vom Staatsbetrieb Sachsenforst wird der Wald daher in den kommenden Jahren keine positiven Erträge erwirtschaften. Zudem empfiehlt die Revierförsterin der Gemeinde vorerst, aufgrund der genannten Schwierigkeiten, einen Verzicht auf Einschlagmaßnahmen. Dem gegenüber stehen jedoch Ausgaben für die notwendige Kulturpflege in Höhe von 535 Euro an zu bearbeitenden Grundstücken, Ausgaben für Verwaltungskosten (284 Euro) und Verkehrssicherungspflichten, die im Haushalt der Kommune zu bedenken und einzustellen sind. Folge: Krauschwitz muss laut Wirtschaftsplan 2020 in seinen Wald investieren, bekommt aber keine Einnahmen. Auch die Fördermaßnahme „Waldumbau außerhalb von Schutzgebieten“, für die bereits Kulturpflege, Zaunbau und die Pflanzung von Stieleichen durch eine Fachfirma erfolgten, kommt erst 2020 zum Tragen. Trotz dieser Tatsachen beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag den Wirtschaftsplan mit Finanzplan für das Jahr 2020 einstimmig. Um noch etwas Geld einzunehmen, ist mehr Verkauf an Holzerwerber aus der Bevölkerung angedacht.