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Waldbesitzer bekommen Hilfe im Kampf gegen Borkenkäfer

Sachsen erlebt derzeit die größte Vermehrung von Borkenkäfern seit dem Zweiten Weltkrieg. Umweltminister Thomas Schmidt warnt vor der Gefahr und kündigt finanzielle Unterstützung an.

Ein Borkenkäfer krabbelt über die Unterseite einer Fichtenrinde.
Ein Borkenkäfer krabbelt über die Unterseite einer Fichtenrinde. © Roland Weihrauch/dpa

Dresden. Sachsens Waldbesitzer bekommen Hilfe im Kampf gegen Borkenkäfer. Ab sofort werden sie mit Fördermitteln unterstützt, wie das Umweltministerium am Donnerstag in Dresden mitteilte. Dafür stehen in den Jahren 2019 und 2020 insgesamt mehr als acht Millionen Euro zur Verfügung. "Das von Borkenkäfern befallene Holz muss schnellstmöglich so aufgearbeitet werden, dass die Insekten keine Chance haben, sich weiter zu verbreiten", erklärte Umweltminister Thomas Schmidt (CDU).

Sachsen erlebe derzeit die größte Massenvermehrung von Borkenkäfern seit dem Zweiten Weltkrieg, hieß es. Vor allem die Fichtenwälder in den Mittelgebirgen und im Hügelland sind den Angaben zufolge betroffen. Aber auch in den nordsächsischen und Oberlausitzer Kiefernwäldern gibt es bereits Schäden.

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Gefördert wird daher die Aufarbeitung von Restholz auf den befallenen Flächen, das Entrinden der Stämme oder der Abtransport der Stämme aus dem Wald. Es gilt laut Ministerium ein vereinfachtes Antrags- und Abrechnungsverfahren. Waldbesitzer können die Maßnahme beim zuständigen Revierförster anmelden, gefördert werden bis zu 80 Prozent der Kosten. (dpa)