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Radebeul

Waldbrand im Wettiner Forst

Gleich zu zwei Feuern sind Dutzende Kameraden am Donnerstagnachmittag innerhalb weniger Minuten ausgerückt.

Waldbrand am Gabelweg zwischen Coswig und Moritzburg: Mit Wasser aus den Tanks der Löschfahrzeuge spritzen Kameraden auf die Flammen – sie mussten deshalb mit den Einsatzwagen zu den Hydranten an der Schnellstraße S 81 pendeln, um Wassernachschub zu holen © Norbert Millauer

Coswig/Moritzburg. Unendliche Hitze, dürres Unterholz und kein Wasseranschluss in der Nähe. Schlimmer kann es eigentlich für Feuerwehrleute nicht kommen. Nahe vom Seerosenteich, oberhalb von Coswig, brennt es im Wald.

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Kurz vor 15 Uhr kam die Alarmierung, sagt Hans-Jürgen Ellguth von der Moritzburger Wehr. Er hat die Einsatzleitung für die Brandbekämpfung westlich vom Gabelweg übernommen.

 Qualmwolken steigen auf. Am Boden züngelt es. © Peter Redlich

Zwischen den dürren Zweigen haben sich die Flammen schnell ausgebreitet. Etwa handballfeldgroß züngelt es. Das große Problem: Hier ist weit und breit kein Hydrant. Auch der Seerosenteich hat nicht genügend Wasser zum Pumpen. Die Kameraden pendeln mit den Tanklöschfahrzeugen zur Schnellstraße S 81, um Wasser zu holen, sagt Einsatzleiter Hans-Jürgen Ellguth.

Im Einsatz sind die Feuerwehren von Moritzburg, Reichenberg, Friedewald und Radebeul. Gegen 16 Uhr hatten sie die Flammen unter Kontrolle.

Allerdings nur diesen. Gegen 15.30 Uhr kam der nächste Alarm für einen Wald am Fuchsberg, nahe dem Spitzgrundteich. Daniel von Sachsen, dem der Wald gehört und der reichlich 800 Hektar hier bewirtschaftet, ist unmittelbar nach der Feuerwehr an der Brandstelle.

Im Einsatz sind die Feuerwehren von Moritzburg, Reichenberg, Friedewald und Radebeul.  © Peter Redlich

Da erreicht auch ihn die Nachricht vom zweiten Feuer. Die beiden Wehrleiter von Radebeul und Coswig, Roland Fährmann und Andreas Schorbogen sind gleich weiter zum Fuchsberg geeilt. Einige Minuten später kommt dann erlösende Entwarnung. Dort ist kein Feuer.

Daniel von Sachsen organisiert derweil seine Forstmitarbeiter für die Brandwache nahe dem Seerosenteich am Gabelweg. Hoffentlich ist kein Zündler unterwegs, denkt mancher.

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