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Waldumbau ist notwendig

Matthias Klaus kommentiert die Invasion der Borkenkäfer

© Pawel Sosnowski/80studio.net

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Das große Krabbeln

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Der Borkenkäfer ist vor allem im Süden des Landkreises und bei Görlitz ein Problem – der Norden bleibt eher verschont.

Ja ist das jetzt schon wieder mal der Klimawandel? Im Frühjahr wird es zeitiger relativ warm, die Sommer dauern relativ länger, es gibt relativ gesehen weniger Regen. Klar, beste Bedingungen für den Borkenkäfer, um sich in unseren Wäldern auszubreiten. Allerbeste Bedingungen sogar, denn der Käfer hatte genug Zeit und Muße, sich zu vermehren. Bei heißem und trockenem Wetter gibt es eben statt zwei Generationen Borkenkäfer auch schon mal drei. Und über drei Generationen kann ein einziges Weibchen schon mal 100000 Nachkommen haben. Das reicht, um eine Fichte zu besetzen. Hinzu kommt, dass die befallenen Fichten, gerade bei Görlitz und im Süden des Kreises, wegen der hohen Temperaturen und dem fehlenden Regen in diesem Jahr einem „Trockenstress“ ausgesetzt waren. Alles eine Folge des Klimawandels? Man kann in die Borkenkäferinvasion viel hineindeuten. Ja, der Sommer war außergewöhnlich. Selbst jetzt im November liegen die Temperaturen bei uns ja noch über dem Durchschnitt. Aber auch sie sind relativ. Wenn der kommende Sommer ein verregneter wird, liegt er dann auch wieder nicht im Schnitt. So oder so: Borkenkäfer ist vor allem mit einer gesunden Waldstruktur zu begegnen, weg von der Fichten-Monokultur, hin zu einem althergebrachten Mischwald.

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