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Wanderabenteuer im Winter

Immer mehr Gäste kommen in der kalten Jahreszeit in die Sächsische Schweiz. Der Tourismusverband reagiert mit einer Winterwanderkarte.

© Marko Förster

Von Dirk Schulze

Sächsische Schweiz. Warm einpacken, Thermoskanne in den Rucksack und loslaufen: So einfach ist nach Darstellung des Tourismusverbands Sächsische Schweiz das Winterwandern im Elbsandsteingebirge. Weder eine besondere Ausrüstung noch spezielle Infrastruktur seien für dieses Naturerlebnis erforderlich. Um dies mehr Gästen schmackhaft zu machen, gibt der Verband jetzt erstmals eine Karte mit Winterwanderwegen in der Region heraus.

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Die Winterwanderkarte ist online beim Tourismusverband sowie in den Touristinformationen der Region erhältlich. Der Preis liegt bei 2,80 Euro.
Die Winterwanderkarte ist online beim Tourismusverband sowie in den Touristinformationen der Region erhältlich. Der Preis liegt bei 2,80 Euro.

Die Zahlen sprechen dafür. „Das Interesse an Winterauszeiten in der Sächsischen Schweiz wächst deutlich“, sagt der Verbandsvorsitzende Klaus Brähmig. Allein im vergangenen Winter seien fast 20 Prozent mehr Übernachtungen gezählt worden als im Winter zuvor. Dementsprechend stiegen bei den Touristinformationen auch die Anfragen nach speziellen Winterwandertipps. Mit der neuen Karte wolle man interessierten Gästen die nötigen Informationen an die Hand geben.

Die Winterwanderkarte zeigt insgesamt 29 Touren, vom einfachen Spaziergang bis zum anspruchsvollen Wanderabenteuer. Die Wege sind – inspiriert von den Pistenplänen der Skigebiete – je nach Schwierigkeitsgrad in blaue, rote und schwarze Routen unterteilt. Blau steht für leichte Touren, die fast immer begehbar sind und teils beräumt werden; Rot für mittelschwere Wege, die eventuell bei Tiefschnee schwierig werden könnten; Schwarz für schwere Touren mit Steilanstiegen, Stufen und schmalen Pfaden, die insbesondere bei Schnee und Vereisungen nicht gangbar sind.

Bei der Auswahl der Touren haben die Autoren nicht nur auf landschaftliche Dramatik, sondern auch auf ganzjährig geöffnete Einkehrmöglichkeiten geachtet, erklären die Touristiker. Auf jeder der dargestellten Routen liegt mindestens eine Gastwirtschaft, die auch in der Wintersaison geöffnet ist. Unter den Zielen finden sich Klassiker wie die Schrammsteine und die Bastei, aber auch Wege durch das Elbtal oder zum Ungerberg.

Gestaltet wurde die Karte vom Bad Schandauer Kartografen Rolf Böhm, der für seine handgezeichneten Wanderkarten bekannt ist. Für die jüngste Veröffentlichung hat er eigens neue Kartengrundlagen für Neustadt, Bad Gottleuba-Berggießhübel und Pirna erstellt. Neben dem Routenverlauf gibt die Winterwanderkarte auch einen Überblick über Aussichtspunkte, Freizeiterlebnisse, Wellnessangebote, Restaurants, Unterkünfte sowie Zug- und Busverbindungen.