merken
Wandern

Route 16: Auf den Spuren der Könige und Pilger

Das Naturschutzgebiet Gröditzer Skala bietet wundervolle Anblicke und Aussichten.

Wanderweg über den Gröditzer Viadukt.
Wanderweg über den Gröditzer Viadukt. © Foto: Jörg Ludewig

Schon ein Leben lang – nämlich 82 Jahre – ist die Gröditzer Skala Naturschutzgebiet. 1938 wurde zunächst der Weichaer Teil, 1961 dann das gesamte Areal zwischen Gröditz, Weicha und Wuischke dazu erklärt. Das Löbauer Wasser schlängelt sich hier durch die Felsen und formt das Tal seit der Elster-Kaltzeit. Das insgesamt 39 Hektar große Gebiet zeichnet sich eine einzigartige Vegetations-Vielfalt aus und bietet zahlreichen Tieren einen idealen Lebensraum.

Holzbrücke durch den wildromantischen Wald.
Holzbrücke durch den wildromantischen Wald. © Foto: Jörg Ludewig

Barockschloss und Park Gröditz

Start des Rundwegs ist am Barockschloss Gröditz, auch genannt „Weiße Perle“. Auf dem südlichen Gelände der Parkanlage finden sich Überreste einer frühmittelalterlichen Befestigungsanlage. Die „Gröditzer Schanze“ ist ein wichtiges Zeugnis für die frühe slawische Besiedlung des Geländes und des Ortes Gröditz. Der Park verfügt zudem über alten Baumbestand und seltene Pflanzen. 2007 machte Beat von Zenker, ein Großneffe des letzten Schlossherren, sowohl Schloss als auch Park wieder für Besucher zugänglich.

TOP Immobilien
TOP Immobilien
TOP Immobilien

Finden Sie Ihre neue Traumimmobilie bei unseren TOP Immobilien von Sächsische.de – ganz egal ob Grundstück, Wohnung oder Haus!

Das Barockschloss Gröditz wird auch "Weiße Perle" genannt.
Das Barockschloss Gröditz wird auch "Weiße Perle" genannt. © Foto: Jörg Ludewig

Steile Felsen und wildromantische Wälder

Am Schloss links führt der Weg auf den Abstieg in das steilwandige Felsental. Gegen die Flussrichtung geht es links bis zum Gröditzer Viadukt. Hier führte einst die Bahnstrecke Löbau–Weißenberg–Radibor entlang. Am Ende des Zweiten Weltkrieges sprengte die Wehrmacht den Viadukt. Später wurde er neu aufgebaut. 1972 fuhr dann der letzte Personenzug über diese Strecke, heute eröffnet der 170 Meter lange, zehnbogige Betonbau dem Wanderer beim Überqueren einen herrlichen Weitblick über die Landschaft und die Mühle am Löbauer Wasser.

Blick über das Löbauer Wasser auf den Viadukt.
Blick über das Löbauer Wasser auf den Viadukt. © Foto: Jörg Ludewig

Unterwegs auf der königlichen Straße

Der Rundgang führt über den Viadukt und dann rechts auf dem Jakobsweg weiter bis zur Brücke. Der Pilgerweg verläuft an dieser Stelle entlang der historischen Handelsroute Via Regia. Diese Strecke ist auch als Ökumenischer Pilgerweg bekannt.„Via Regia“ stammt aus dem Lateinischen und meint „Königliche Straße“ oder auch „Straße unter königlichem Schutz“. Der Ursprung der Via Regia geht zurück auf das frühe Hochmittelalter. Diese alte Handelsstrecke verband das Rheinland über Frankfurt am Main und Leipzig mit Schlesien. Doch nicht nur Händler und Pilger waren auf dieser Route unterwegs. Auch militärisch war die Via Regia von großer Bedeutung.

Der Aufstieg auf die Schanze

An der Brücke hält sich unser Rundweg nun links. Der gelben Markierung folgend geht es bis zur Straße an der Löbau zurück. Wichtig: Es gibt hier zwei gelbe Wanderwege. Der untere Weg ist jedoch durch Bäume stark eingeschränkt, daher führt diese Tour über den oberen gelben Weg. An der Bushaltestelle führt die Route rechts wieder auf ein Teilstück des Jakobswegs. Diesem folgt die Strecke bis zum Löbauer Wasser, dann am Fluss entlang, bis links ein kleiner Pfad auf die Gröditzer Schanze hochführt. Hier oben bietet sich dem Wanderer ein fantastischer Blick ins Land und auf das Barockschloss.

Hier geht es zu unserer Themenwelt Wanderlust

© OpenStreetMap
© OpenStreetMap © OpenStreetMap

Weitere Informationen

https://de.wikiloc.com/routen-wandern/groditzer-skala-rundweg-48792166

Hier geht es zu unserer Themenwelt "Wandern".

Mehr zum Thema Wandern