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Wandern im Granitdorf

Einmal im Monat gibt es eine geführte Tour. Sie ist sogar für Leute im Rollstuhl geeignet.

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© Regina Berger

Demitz-Thumitz. Im Dorf am Fuße des Klosterberges gibt es viel zu sehen. Granit an zahlreichen Gebäuden und in Vorgärten. Denkmale, die an die Steinindustrie erinnern. Eine richtige Steinbruchbahn in einem Garten. Und Steine, an deren Bearbeitung sich die Besucher selbst mal mit Meißel und Schlegel ausprobieren dürfen und denen man die unterschiedlichsten Klänge entlocken kann.

Alles das und noch viel mehr sieht man auf der rund fünf Kilometer langen Granitdorftour. Man kann sie auf eigene Faust gehen und wird sich dabei kaum verlaufen, auch wenn man sich in Demitz nicht auskennt. Denn Wegsäulen – natürlich aus Granit – zeigen den Gästen, wo es lang geht. Idealer Start ist am Demitzer Eisenbahnviadukt. Dort findet man auch kostenlose Pkw-Stellplätze. Unterwegs gibt es mehrere Infotafeln zur Geschichte des Dorfes und des Grantabbaus am Klosterberg, der Demitz mehr als 150 Jahre lang prägte.

Das Granitdorf erkunden kann man aber auch unter sachkundiger Führung. In der Zeit von Mai bis September bietet der Granitdorfverein geführte Wanderungen an. Diese finden jeweils am ersten Sonnabend im Monat statt – der nächste Termin ist der 6. August. Die geführten Touren dauern etwa zwei Stunden. Die Strecke ist laut Verein leicht und behindertengerecht. Die Tour führt durchs Dorf, sie streift aber auch das Steinbruchgebiet. So ist es möglich, auf einem sicheren Weg einen Aussichtspunkt zu erreichen, von dem aus man in den Großen Bruch, einen der vielen Demitzer Steinbrüche hinein schauen kann. Die Teilnahme an den geführten Touren kostet fünf Euro pro Person. Für Kinder bis zwölf Jahre ist die Teilnahme kostenfrei. (SZ)

6. August, Treff 10 Uhr auf dem Dorfplatz vor der Schule in Demitz-Thumitz, Hauptstraße

Individuelle Führungen: 0174 6933067 oder [email protected]