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Wandern

Route 17: Wo Barock auf Asien und Wein trifft

Schloss und Park Pillnitz: einst Lustschloss, heute Ruhe spendende Oase

Im Wasserpalais Pillnitz ist heute Kunsthandwerk aus dem 17. und 18. Jahrhundert ausgestellt.
Im Wasserpalais Pillnitz ist heute Kunsthandwerk aus dem 17. und 18. Jahrhundert ausgestellt. © Foto: Jörg Ludewig

1335 wird Pillnitz das erste Mal als Herrensitz von Ludewicus de Belennewitz erwähnt. Heute ist es vor allem als Lustschloss August des Starken bekannt, der ab 1718 hier unzählige Feste und große Hochzeiten feierte. Start unserer Wanderung ist am Hauptparkplatz an der Bushaltestelle in Hosterwitz/Pillnitz. Eine schöne breite Allee führt durch den Heckengarten direkt zu Schloss und Park Pillnitz. Bitte an Eintrittsgeld denken.

Begeisterung für China

Zwei von Augusts Fest- und Spielstätten sind gleich zu Beginn zu sehen: Linker Hand das Bergpalais, rechts eröffnet sich der Blick auf das Wasserpalais. Beide entstehen 1720 bis 1724 und orientieren sich an der Toranlage zum Palast des Kaisers von China in Peking. Wichtigster Bestandteil des Lustschlosses ist damals der in Spielflächen aufgeteilte Garten.Die Strecke führt weiter durch den Garten, mit Blick auf das Neue Palais. An dieser Stelle befand sich das alte Renaissanceschloss, das jedoch 1818 komplett niederbrannte. Das Neue Palais beherbergt jetzt das Schlossmuseum. Hier erfahren Besucher mehr zur Geschichte der Anlage, über das Leben am Hofe, was die Menschen damals an chinesischer Kunst, Kultur und Architektur fasziniert hat und wie sie zu Zeiten des Barocks gefeiert haben.

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Weinbergkirche

Durch den Park führt die Strecke weiter bis zur Wilhelm-Wolf-Straße. Wer möchte, kann hier einen Stopp auf dem Spielplatz machen, bevor es links in den Schulweg und weiter zum Bergweg geht. Hier steht die Weinbergkirche „Zum Heiligen Geist“ Pillnitz. Sie wurde 1723 bis 1725 nach Entwurf und unter Bauleitung von Matthäus Daniel Pöppelmann gebaut. Ob die Kirche aktuell zur Einkehr geöffnet hat, steht auf der Website.

Die Weinbergkirche, die nach einem Entwurf von Matthäus Daniel Pöppelmann gebaut wurde.
Die Weinbergkirche, die nach einem Entwurf von Matthäus Daniel Pöppelmann gebaut wurde. © Foto: Jörg Ludewig

Pillnitzer Königlicher Weinberg

Nun führt die Strecke den Bergweg unterhalb des Weinhanges entlang, an einem Hof mit Wollschweinen vorbei, bis zum Weingut Zimmerling. Hier befindet sich eine Raststelle mit tollem Blick auf die Weinberge und die Rysselkuppe. Unsere Route führt ein kurzes Stück zurück und dann rechts über den Weinwanderweg hoch zum Leitenweg. An der Raststelle erreicht die Tour ihren höchsten Punkt. Der Aufstieg wird mit einer tollen Aussicht auf den Pillnitzer Königlichen Weinberg belohnt. Dieser steht unter Denkmalschutz und wird vom Verein „Weinbaugemeinschaft Weinberg Pillnitz“ gepflegt. 

Blick vom Leitenweg.
Blick vom Leitenweg. © Foto: Jörg Ludewig

Exotische Pflanzen und Tiere

Dem Leitenweg weiter folgend, erreicht der Rundweg nun das Weingut Rogge. Von hier aus führt die Tour weiter, über die Wünschendorfer und Lohmener Straße zurück, um den oberen Teil des Schlossparks zu erkunden. Durch den Chinesischen Garten geht es am Chinesischen Pavillon vorbei und am Chinesischen Teich mit Mandarin-Enten und Gänsesägern entlang. Rechter Hand steht das Palmenhaus, das 1859 bis 1861 entstand und damals als das größte gusseiserne Gewächshaus Deutschlands galt.Der Rundweg führt an der Orangerie und der berühmten Kamelie vorbei bis zum Englischen Teich. Am Englischen Pavillon vorbei geht es hinaus aus dem Park und zurück zum Ausgangspunkt. Aktuelle Öffnungszeiten von Schloss und Park Pillnitz stehen im Internet. Für Kinder gibt es hier auch einen Rätselflyer und ein Mitmachblatt zum Download. Infos zum Audioguide fürs Handy finden sich auf www.schloesserland-sachsen.de.

Gänsesäger (vorne) und Mandarin-Enten fühlen sich in Pillnitz heimisch.
Gänsesäger (vorne) und Mandarin-Enten fühlen sich in Pillnitz heimisch. © Foto: Jörg Ludewig

Weitere Informationen

© © OpenStreetMap

Die Tour bei Wikiloc.

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