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Wege sollen besser werden

Wandern rund um Langebrück ist mitunter anstrengend. Oft sind die Pfade nur schwer passierbar. Jetzt wollen Ortschaft und Forst Gespräche führen.

© dpa

Von Thomas Drendel

Wanderer, Jogger oder Radfahrer: Die Dresdner Heide rund um Langebrück wird gerne für Ausflüge genutzt. Auch SZ-Leser Wolfgang Gottschalk aus Langebrück ist hier oft zu Spaziergängen unterwegs.Was ihn da mitunter erwartet, ärgert ihn: Wege, die eher einem Acker gleichen, sehr uneben, mit Pfützen und großen Steinen. Nach seinen Angaben trifft das besonders auf den vielbegangenen Weg an der Hofewiese zu. Er beginnt am Weg Kannenhenkel und endet direkt an der ehemaligen Gaststätte. „Dieses Teilstück gehört zu einem Wanderweg mit gelber Markierung. Er führt über eine Freifläche, die eigentliche Hofewiese“, sagt der Langebrücker. „Der Weg wird sehr häufig von Radfahrern und auch Fußgängern benutzt. „Das ist aber nur mit festem Schuhwerk und geländegängigen Fahrrädern möglich“, sagt er.

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Gleiches gilt für den Wanderweg zwischen Forstweg und Gänsefuß. Er verläuft am Waldrand und direkt am neuen Wohngebiet „An der Heide“ in Langebrück vorbei. Gerade von den neuen Bewohnern der Siedlung wird er gerne genutzt. „Auch er ist in einem sehr schlechten Zustand. Vermutlich haben hier Wildschweine den Boden umgepflügt“, sagt Wolfgang Gottschalk.

Mit einer entsprechenden Bitte hat er sich jetzt an die Verwaltungsstelle Langebrück gewandt. Der Ortschaftsrat will das Thema aufgreifen. „Wir werden mit dem Forst besprechen, was wir hier tun können. Die Wege in der Heide werden vom Staatsbetrieb Sachsenforst betreut“, sagte der Ortsvorsteher Christian Hartmann (CDU). Dabei müsse geschaut werden, wo besonderer Bedarf besteht. Ob es sich nur um die beiden angesprochenen Wege handelt oder weitere hinzukommen. „Dann muss man sehen, woher das notwendige Geld für die Arbeiten kommt“, sagte der Ortschef.

Waldbewirtschaftung hat Vorrang

Ähnlich sieht das Markus Biernath, zuständiger Forstbezirksleiter bei Sachsenforst. „Wir bemühen uns, Schäden auf Wegen schnell wieder in Ordnung zu bringen.“ Insbesondere nach Holzeinschlag, wenn schwere Fahrzeuge Spurrinnen hinterlassen, werden die Wege wieder geebnet. Allerdings gibt er zu bedenken, dass die Wege in der Dresdner Heide in erster Linie der Waldbewirtschaftung dienen. „Sie hat Vorrang und da kann es vorkommen, dass die Wege zerfahren sind.“ Das gilt auch für markierte Wanderwege. „Auch hier haben die Waldarbeiter Vorrang.“

Für Markus Biernath haben die Wege im Allgemeinen in der Dresdner Heide jedoch einen hohen Standard. „Sie ist das am intensivsten genutzte Waldgebiet. Da legen wir auch Wert darauf, dass die Wege in Ordnung sind.“ Dass es aber nicht immer die Forstarbeiter sind, die Wege beschädigen, zeigt ein Beispiel von vor zwei Jahren. Damals hatte der Forstbezirk für 50 000 Euro Rad- und Wanderwege in der Heide saniert. Die Wege wurden mit einer neuen Oberfläche versehen und so gestaltet, dass sie von Radfahren und auch mit Kinderwagen gut befahren werden konnten. Doch schon nach wenigen Tagen wurden sie durch rücksichtslose Reiter stark beschädigt.

Was die beiden angesprochenen Wege an der Hofewiese und am Forstweg angeht, so will er das gemeinsam mit den Vertretern von Langebrück vor Ort besprechen. Einen konkreten Zeitpunkt gibt es dafür aber noch nicht.