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Wanderwege teils unpassierbar

Der Krumme Hund macht seinem Namen alle Ehre. Große Bäume sind auf die Bahnbrücke gestürzt. Womöglich hat diese Schaden genommen.

© André Braun

Von Elke Görlitz

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Waldheim. Sie sind tonnenschwer, liegen über den Gleisen und lehnen am Brückengeländer: Große Bäume, die Orkan Friederike am Donnerstag umgeworfen hat. Karl Schuster vom Waldheimer Verschönerungsverein ist ganz beeindruckt von dem Bild, das sich ihm bot, als er sich einen ersten Überblick über den Zustand der Wanderwege verschaffte. „So gut es ging, habe ich die Schäden erfasst. Doch es ist nach wie vor gefährlich, im Wald oder am Waldrand unterwegs zu sein“, sagt er und zählt einige Schäden auf.

Friederike hätte Schuster zufolge zwischen Rauschenthaler Weg über den Krummen Hund, wie die Lindenhofbrücke im Volksmund genannt wird, bis hin zum Heiligenborner Viadukt eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Auch auf dem Weg zwischen Mittweidaer Straße bis zur Vogtstraße lägen große Bäume quer über den Wegen. „Zwar haben Vereinsmitglieder schon Äste abgesägt, damit ein Darüberklettern möglich ist. Aber hier müssen Bauhof, Forstleute oder Waldbesitzer mit schwerer Technik ran. Als Verein können und dürfen wir da gar nichts tun“, sagt Karl Schuster.

Er hat außerdem gesehen, dass auf der Carolahöhe eine Eiche mit einem Durchmesser von etwa 90 Zentimetern einfach umgefegt wurde und am Wachbergturm vier große Bäume umstürzten, „zum Glück, ohne großen Schaden anzurichten“, wie Karl Schuster erklärt. Vom Meinsberger Berg über den Kreuzfelsen bis zur Meinsberger Brücke biete sich ein ebensolches Bild. „Wegen des Ausmaßes der Schäden rate ich auch Hundebesitzern dringend vom Gassigehen im Wald ab“, so Karl Schuster. Große Äste hängen noch in den Bäumen und drohen, herunterzufallen, entwurzelte Bäume hängen in Kronen anderer Bäume und können noch umstürzen, schildert Schuster die Gefahren.

Froh ist er darüber, dass die Bäume, die der Verschönerungsverein an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet neu gepflanzt hat und zusammen mit Baumpaten pflegt, von Friederike verschont geblieben sind. „Sie sind noch zu klein und befinden sich zumeist in geschützter Lage“, erklärt Karl Schuster. Nach erstem Augenschein seien auch die vielen Bänke, die der Verschönerungsverein aufgestellt hat und instand hält, in Ordnung. „Mit Gewissheit kann ich das aber nicht sagen. Es sind auch andere Vereinsmitglieder unterwegs, um mögliche Schäden zu begutachten.

Das ist unter anderem auch nötig, weil der Verschönerungsverein bereits für den 11. Februar zu einer seiner beliebten Wanderungen einlädt. „Trotz der Sturmschäden sagen wir diese etwa 14 Kilometer lange Tour nicht ab“, ist sich Karl Schuster sicher. Möglicherweise müsse aber wegen noch vorhandener Gefahrenstellen eine andere Strecke gewählt werden. Bisher ist geplant, am 11. Februar über die Kriebsteiner Straße und den Weg zum Hexenhaus nach Schönberg und von dort über den Leichenweg nach Ehrenberg und Kriebethal zu laufen, wo für 12.15 Uhr ein Mittagessen vorgesehen ist. Zurück soll es eigentlich über Neuschönberg, Heiligenborn und das Sauergras gehen.

Wanderung mit dem Verschönerungsverein am 11. Februar, Treff 10 Uhr am Rathaus, festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.