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Dresden

Wann endet die Umleitung?

Die Wände eines unterirdischen Abwasserbauwerks am Dresdner Rathenauplatz  sind schon vier Meter hoch. Ist es fertig, wird die Straße wiederhergestellt.

Seit Monaten wird am Rathenauplatz gebaut. © René Meinig

Schon über zehn Monate rollt der Verkehr an der Altstädter Abfahrt der Carolabrücke über eine Umleitung. Denn am Rathenauplatz klafft hinter den bunt gestalteten Bauzäunen eine riesige Baugrube. Die Stadtentwässerung errichtet dort ein unterirdisches Wehr in einem sogenannten Trenn- und Steuerbauwerk, damit bei Starkregen kaum noch Abwasser ungereinigt in die Elbe überläuft.

Unter dem Rathenauplatz verläuft ein 2,8 Meter hoher Hauptkanal, durch den das Abwasser aus einem großen Einzugsgebiet kommt, das von der Südvorstadt bis Mockritz reicht. Im Normalfall fließt es durch ein kleineres Rohr zum großen Altstädter Abfangkanal am Terrassenufer und darin weiter Richtung Klärwerk. Bei Starkregen floss das überschüssige verdünnte Abwasser bisher über ein kleines seitliches Wehr durch einen Überlaufkanal zur Elbe. In den mündet auch der Kaitzbach durch einen alten unterirdischen Zufluss ein.

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In der mit langen Beton-Bohrpfählen gesicherten Grube sei die Außenwand des neuen Bauwerks jetzt schon vier Meter hoch, teilt Projektleiter Heiko Nytsch von der Stadtentwässerung mit. An diesem Mittwoch wird die Zwischenwand für das bis zu 2,5 Meter hohe Wehr betoniert, das teils beweglich ist. Künftig können in diesem Trenn- und Steuerbauwerk bei Starkregen bis zu 4.100 Kubikmeter Abwasser in dem großen Kanal gestaut werden. Somit wird das Kanalsystem vor einer Überlastung geschützt. Vor dem großen Wehr wird noch ein neun Meter langes rundes Sieb installiert. In dessen Trommel werden mit einer langen Stahlschnecke grobe Verunreinigungen wie Feuchttücher oder andere Hygieneartikel aus dem Abwasser geholt.

Im Juli soll das Bauwerk fertig werden. Danach wird die Straße Richtung Pirnaischer Platz bis September in ihrem ursprünglichen Verlauf wiederhergestellt. Auf der Verkehrsinsel soll dann noch bis Januar 2020 ein Einstiegsbauwerk errichtet werden, durch das Monteure für Wartungsarbeiten zu dem Wehr kommen. (SZ/phi)