merken

Wann kommt ein Supermarkt?

Über den Verkauf des Bönischstiftes in Kamenz freuen sich viele. Doch wenn sich noch mehr alte Leute in der City ansiedeln – wo gehen sie fußläufig einkaufen?

© René Plaul

Von Ina Förster

Kamenz. Leserin Heidi Mildner verfolgt das Geschehen in ihrer Heimatstadt Kamenz genau. Sie begrüßt auch den Verkauf des Bönischstiftes. Nach fast 20 Jahren des Dahinsiechens will ein Investor aus Bautzen den 1826 eingeweihten Barmherzigkeitsstift erwerben. Hentschke-Bau will darin altengerechtes, barrierefreies Wohnen ermöglichen – mit einem Betreuungsangebot für die Mieter. Heidi Mildner befürwortet das, fragt aber im gleichen Atemzug an, ob die Stadt darüber nachdenkt, auch einen Supermarkt in der Altstadt zu etablieren? Der Bönischplatz, ein paar Meter weiter, wäre dafür geeignet. Gibt es hierfür endlich Pläne? „Wenn man bedingt durch das altersgerechte Wohnen noch mehr ältere Menschen in der City ansiedelt, müsste so etwas durchdacht sein“, gibt sie zu bedenken. „Als das Pflegeheim Azurit ursprünglich in Jesau bauen wollte, hatte man dies letztendlich verworfen mit der Begründung, dass es dort keine nahe Versorgung gab“, erzählt sie. Selber könne sie derzeit noch mit dem Fahrrad einkaufen. „Es können sich doch aber nicht Hunderte Menschen im Gemüseladen am Markt mit Lebensmitteln versorgen“, meint sie. „Soll das alles sein, was man den Anwohnern hier bietet? Wir haben schon kein Kino, kein Freibad!“ Was ist eventuell mit dem Filetstück am Bönischplatz? Das unbebaute Stück Land inklusive Parkplatz? Wie man kürzlich hörte, denkt man in der Stadtverwaltung bereits konkreter über die Zukunft der Verkaufsfläche nach. Die Anfrage im Rathaus läuft.

Familie und Kinder
Familienzeit auf sächsische.de
Familienzeit auf sächsische.de

Sie suchen eine Freizeitplanung oder Erziehungsrat? Wir unterstützen Sie mit Neuigkeiten sowie Tipps und Tricks Ihren Familienalltag zu versüßen.