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Deutschland & Welt

Wird die Autobahn 14 mal fertig?

Die A14 von der Ostsee nach Sachsen hat noch große Lücken. Für zwei in Brandenburg gibt es Hoffnung. Aber reicht der Kompromiss mit den Naturschützern?

Der Verlauf der Trasse für den Bauabschnitt der A14-Verlängerung zwischen Colbitz und Dolle nimmt Gestalt an.
Der Verlauf der Trasse für den Bauabschnitt der A14-Verlängerung zwischen Colbitz und Dolle nimmt Gestalt an. © Peter Förster/dpa

Potsdam. Trotz bestehender Risiken rückt der geplante Weiterbau der Autobahn 14 bei Wittenberge in der Prignitz nach Ansicht der brandenburgischen Landesregierung näher. Das rot-rote Kabinett nahm am Dienstag einen Vergleich mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) an. "Damit ist der Weg frei, mit diesem Ergebnis auch zum Bundesverwaltungsgericht zu gehen", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Potsdam. "Ich glaube, es ist ein großer Schritt nach vorne." Er sprach von einem guten Kompromiss zwischen den Interessen von Naturschutz, Lärmschutz und einem schnellen Weiterbau der Autobahn.

Die A14 ist nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums das größte Bundesfernstraßenprojekt in den östlichen Bundesländern. In Mecklenburg-Vorpommern ist sie bereits fertig gebaut. Sie führt zunächst von Wismar über die Landesgrenze bis nach Karstädt in Brandenburg. Derzeit geht es um den Lückenschluss in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, damit die Strecke zwischen Magdeburg und Schwerin durchgängig befahrbar wird. Ein Teil, der weiter im Süden schon besteht, führt vom Dreieck Nossen im sächsischen Kreis Meißen über Leipzig und Halle bis nach Magdeburg.

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Der Vergleich zwischen dem BUND Brandenburg und der Potsdamer Landesregierung betrifft die Elbquerung bei Wittenberge an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt und das Teilstück zwischen den beiden Anschlussstellen Wittenberge bis Karstädt. Die Strecken sind knapp 20 Kilometer lang. Das Land zahlt rund sieben Millionen Euro für Naturschutz sowie für Lärmschutz an der Elbquerung der Autobahn. Woidke zeigte sich zuversichtlich, dass das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig den Vergleich annehmen wird.

Der BUND Brandenburg zeigte sich allerdings in einem Punkt noch kritisch: "Aus unserer Sicht ist der Bedarf nicht gegeben", sagte Landesgeschäftsführer Axel Kruschat. "Das ist einfach kein zeitgemäßes Projekt mehr."

Und es gibt noch einen weiteren offenen Punkt: Der BUND Sachsen-Anhalt hält an seiner Klage gegen das Trassenstück über die Elbe fest. Woidke hofft derweil auf ein positives Signal. Der BUND habe dort schon Kompromisse geschlossen. "Ich weiß auch, dass es da intensive Gespräche gibt", sagte der Regierungschef. (dpa)