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War Stephan E. wirklich in Mücka?

Der Tatverdächtige im Mordfall Lübcke soll dort an einem Neonazi-Treffen teilgenommen haben. Oder ist es eine Verwechslung?

Absperrband vor dem Haus des mutmaßlich ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU)
Absperrband vor dem Haus des mutmaßlich ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) © dpa

Der Tatverdächtige im Mordfall Lübcke war möglicherweise doch nicht im März auf einem Neonazi-Treffen in Mücka. Behörden in Hessen gehen von einer Verwechselung aus. Das ARD-Magazin „Monitor“ hatte berichtet, dass Stephan E. an einem Neonazi-Treffen in Mücka im Landkreis Görlitz teilgenommen haben soll. Dort soll er dem Bericht zufolge fotografiert worden sein.

Der „Monitor“-Beitrag stützt sich auf Fotos, die das Magazin gemeinsam mit einem Gutachter ausgewertet hat. Doch inzwischen soll sich ein Mann bei den Ermittlern gemeldet haben, der auf den Fotos mit E. verwechselt worden sein soll.

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Der WDR erklärte, dass der „Monitor“-Redaktion das Identitätsgutachten des Sachverständigen für Fotoforensik vorliege. Das Gutachten spreche von „unwiderlegbaren Übereinstimmungen“ und sehe „die Identität der Person Stephan E. als sichtbare Person auf den Lichtbildern als praktisch erwiesen“ an. Die Redaktion prüfe derzeit die neuen Hinweise. (dpa)

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